Prof. Dr. Nadine Antonakopoulos
, Malte Kähler
Rz. 90
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Die operativen Segmente grenzen sich als geschäftliche Aktivitäten ab, die potenzielle sowie tatsächliche externe oder intersegmentäre Umsätze oder vergleichbare Erträge generieren, für die eigenständige Finanzinformationen vorliegen und die regelmäßig von der Konzernleitung zum Zwecke der Konzernsteuerung wirtschaftlich überwacht/beurteilt werden (DRS 28.8). Damit umfasst die Definition explizit auch vertikal integrierte Unternehmenseinheiten, die ihre Leistungen ausschließlich oder überwiegend an andere operative Segmente abgeben (DRS 28.11) und mögliche zukünftige erlösgenerierende Einheiten als potenzielle Segmente für eine Berichterstattung. Der Begriff Unternehmensleitung bezieht sich hierbei auf die oberste Managementebene, welche das interne Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem überwacht (zur Abgrenzung nach IFRS vgl. Tz. 117; DRS 28.B3). Nach IFRS 8 muss der chief operating decision maker (CODM) nicht grundsätzlich auf oberster Managementebene angesiedelt sein, insbesondere wenn Segmentmanager als maßgebliche Entscheidungsträger die Geschicke bestimmter Bereiche leiten. Hierauf baut die interne Unternehmens- und Berichtsstruktur auf.
Die Segmentierung kann demnach auf verschiedenen Einteilungen beruhen, je nachdem, wie die Entscheidungsfindung und Ressourcenallokation im Unternehmen strukturiert sind. U. a. kann dies eine
- produktbezogene Segmentierung,
- geographische Segmentierung oder
- kundengruppenspezifische Segmentierung beinhalten.
Die kundengruppenspezifische gilt für Zwecke der Zusammenfassung als produktspezifische Segmentierung, weshalb die produktspezifischen Zusammenfassungskriterien (vgl. Tz. 93) zu verwenden sind (DRS 28.8). Daneben können überdies auch andere Abgrenzungen herangezogen werden. Die Auflistung stel...