Anne Hölters
, Dipl.-Betriebsw. (FH) Jana Michel
1.2.1.1 Überblick
Rz. 24
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Assoziierte Unternehmen sind solche, die oberhalb der Schwelle einer "einfachen" Beteiligung und unterhalb der Schwelle eines Gemeinschafts- oder Tochterunternehmens anzuordnen sind. Damit erscheint es sachgerecht, nicht einfach die Anschaffungskosten der Beteiligung im Konzernabschluss auszuweisen, sondern zu konsolidieren, allerdings nicht voll bzw. proportional. Nach IAS 28.16 sind assoziierte Unternehmen daher mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen. Der konzernbilanzielle Anwendungsbereich von IAS 28 geht allerdings über assoziierte Unternehmen hinaus.
Rz. 25
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Mit der Equity-Methode wird technisch die Lücke zwischen der Vollkonsolidierung und dem einfachen Anteilsbesitz geschlossen. Damit soll zum einen der mangelnden Kontrolle über die Beteiligung entsprochen werden (assoziierte Unternehmen stehen lediglich unter maßgeblichem Einfluss), zum anderen sollen aber auch mehr Informationen über die Beteiligung vermittelt werden als der Ansatz einer Beteiligung dies ermöglicht.
1.2.1.2 Entstehungsgeschichte
Rz. 26
Stand: 2. A. – ET: 07/2024
Die in IAS 28 geregelte Equity-Methode geht in seinen Ursprüngen auf die technische Behandlung von Tochtergesellschaften vor der Anwendung einer Vollkonsolidierungstechnik vor allen Dingen im angelsächsischen Raum zurück, da zu früheren Zeiten der Vollkonsolidierung von nicht im Eigentum des Unternehmens stehenden Vermögenswerten eher ablehnend gegenübergestanden wurde. Da jedoch die Beschränkung der Abbildung einer Mutter-Tochter-Beziehung auf reine Transaktionen zwischen den Unternehmen (z. B. Dividendenzahlung) oder die reine at cost-Bilanzierung als ebenso ungeeignet angesehen wurde, wurde mit der Equity-Methode ein passender M...