Die folgenden Schritte dienen dazu, den Ausgangpunkt im eigenen Unternehmen einzuschätzen: Wo stehen wir heute mit unserer Digitalisierung? Hier ist es ratsam, jeden dieser Punkte Schritt für Schritt bezogen auf die eigene Situation durchzugehen, um den IST-Zustand genauer zu spezifizieren. Dabei werden wesentliche Informationen für die spätere Vorgehensweise zusammengetragen. Im Punkt 2.1 und 2.2 kann eine erste grobe Einschätzung anhand externer Kriterien vorgenommen werden. In den Punkten 2.3 bis 2.6 richtet sich der Blick nach innen, mit dem Ziel, die eigenen Problemfelder zu erkennen.
Nach der Anwendung der in diesem Kapitel genannten Vorgehensweise kann HR folgende Fragen beantworten:
- Wie ist unser digitaler Reifegrad einzuschätzen?
- Welche Prozesse sind bei uns heute digitalisiert?
- Wo liegen unsere größten Reibungsverluste und Effizienzfallen?
- Mit welchen Tools arbeiten wir heute und wie teuer sind diese?
- Wie zufrieden ist HR mit den bestehenden Tools?
Wenn diese Fragen beantwortet sind und die eigenen HR-Prozesse untersucht wurden, ist die Analyse des Ist-Zustands beendet. Sollte sich nun herausstellen, dass zwar viele Arbeitsschritte im Personalwesen von einer Digitalisierung profitieren würden, der digitale Reifegrad jedoch noch gering und die derzeitige Software-Landschaft veraltet ist, sollten HR-Teams über die Unterstützung eines externen Beraters nachdenken. Eine externe Beratung ist zwar kein „Must-Have“ für die HR-Digitalisierung, kann jedoch den Projektausgang maßgeblich positiv beeinflussen, falls bei der IT und der Personalabteilung die notwendigen Kompetenzen fehlen, solch ein Digitalisierungsprojekt zu planen und umzusetzen.
1.1 Der digitale Reifegrad
Nützliche Kriterien, bezogen auf den „Reifegrad“ von HR, werden von einer großen Anzahl an Beratungsunternehmen herangezogen. Sie...