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Hausgeldinkasso: Außergerichtliche Beitreibung von Hausgeld / 8.1 Hausgeldinkasso

Dr. Oliver Elzer
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Der Verwalter schuldet der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer bei pflichtwidriger Wahrnehmung seiner Aufgaben im Zusammenhang mit dem Hausgeldinkasso gemäß §§ 280, 276, § 675, 611 BGB Schadensersatz[1] und ggf. Ersatz vergeblicher Aufwendungen. Ggf. droht sogar eine strafrechtliche Verfolgung.[2]

Dem Umfang nach haftet der Verwalter für jeden auf seiner konkreten Pflichtverletzung adäquat kausal (daran wird eine Haftung häufig scheitern) beruhenden Schaden der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer, also ggf. für die gesamte ausgefallene Forderung nebst Zinsen und Kosten. Das Verschulden des Verwalters wird gemäß § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB vermutet; die Beweislast für Haftungsgrund und Haftungshöhe liegt im Streitfall jedoch bei der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer.

 

Einzelfälle der Haftung des Verwalters

Eine Haftung des Verwalters kommt in Betracht,

  • wenn Hausgeldbeschlüsse fehlen, z. B. weil der Verwalter keine Versammlung einberufen hat;
  • wenn der Verwalter nicht dafür Sorge trägt, dass Hausgeldforderungen nicht verjähren[3];
  • wenn der Verwalter keinen Gebrauch von einer Einzugsermächtigung macht[4];
  • wenn der Verwalter fällige Hausgelder nicht anfordert;
  • wenn der Verwalter die Titulierung von Forderungen verzögert[5];
  • wenn der Verwalter ein Inkasso in Bezug auf bereits erfüllte bzw. verjährte Ansprüche betreibt.[6] Macht der Verwalter gegenüber einem Wohnungseigentümer vermeintlich rückständige Hausgelder geltend, so tut er dies als Vertreter der Gemeinschaft. Für etwaige Fehler des Verwalters haftet daher die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer und nicht der Verwalter persönlich. Macht der vermeintliche Schuldner dann Schadensersatzansprüche (z. B. Anwaltshonorar) geltend, muss er diese gegen die Gemeinschaft richten.[7] Im Innenverhältnis hat die Gemeinschaft allerdings einen R...

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