Prof. Dr. rer. pol. Hanno Kirsch
Rz. 22a
Ausführlich geht der IASB in IFRS 18.41 ff. auf die Grundsätze zur Aggregation und Disaggregation von Erträgen und Aufwendungen in den IFRS-Abschlussinstrumenten und damit auch in der IFRS-GuV ein. Eine Aggregation von Posten (z. B. Erträge und Aufwendungen) in einem Abschlussinstrument, u. a. der IFRS-GuV bzw. der IFRS-Gesamtergebnisrechnung, zu einem Abschlussposten im Rahmen der primären Abschlussinstrumente (Ergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Kapitalflussrechnung) oder im Anhang hat immer auf Basis gemeinsamer Eigenschaften zu erfolgen. Zu den gemeinsamen Eigenschaften zählen die Art, die Funktion, der verwendete Bewertungsmaßstab oder andere Eigenschaften (z. B. Liquidierbarkeit, Risiken, regulatorisches Umfeld), wobei für eine Zusammenfassung zumindest eine gemeinsame Eigenschaft vorliegen muss.
Im Umkehrschluss sind Posten aufzugliedern, wenn sie keine gemeinsamen Eigenschaften haben.
In der IFRS-GuV muss die Aggregation auf der Grundlage gemeinsamer Eigenschaften weiterhin dazu führen, dass die IFRS-GuV eine nützliche strukturierte Zusammenfassung der in ihr abgebildeten Erträge und Aufwendungen enthält und keine materiellen Informationen verschleiert werden. Demgegenüber sind im Anhang Informationen über Posten zu aggregieren bzw. aufzugliedern, sodass sie den Zweck der Bereitstellung wesentlicher Informationen erfüllen und hierdurch ebenso keine materiellen Informationen verschleiert werden. Sowohl in den primären Abschlussinstrumenten als auch im Anhang sind die Abschlussposten bzw. die im Anhang angegebenen Posten in einer Weise zu bezeichnen bzw. zu beschreiben, die glaubwürdig die Eigenschaften der jeweils zusammengefassten Posten widerspiegelt.
Rz. 22b
Dementsprechend sollte die Bezeichnung "Sonstige" für ...