Physische und psychische Arbeitsbelastungen haben Einfluss auf das Befinden und die Gesundheit der Beschäftigten und nehmen damit auch Einfluss auf die Qualität und Leistung eines Unternehmens. Daraus ergibt sich für das Unternehmen die Verpflichtung, hinsichtlich der Erhaltung der Humanressourcen (HR) aktiv zu werden. Dabei sollte die Humanressource i. S. der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Mitarbeiter nicht nur erhalten und geschützt, sondern auch adäquat genutzt, gefördert und weiterentwickelt werden.
Neben der Arbeits- und Organisationspsychologie haben auch andere Disziplinen erkannt, dass die Förderung der Humanressourcen zur Wertschöpfung des Unternehmens beiträgt. In modernen betriebswirtschaftlichen Konzepten wird der Mitarbeiter nicht mehr nur als Kosten-, sondern vielmehr als entscheidender Erfolgsfaktor betrachtet. Folglich gilt es auch in diesem Bereich geeignete Kennzahlen zu erheben, die Aufschluss über die personalwirtschaftlichen Entwicklungen geben sollen.
5.1 Krankheitsbedingte Fehlzeiten
Erkranken Mitarbeiter, melden sie dies zunächst im Unternehmen, sodass bereits hier eine erste Erfassung der Fehlzeiten erfolgt. In diesem Zusammenhang tauchen in der Praxis allerdings mehrere Begrifflichkeiten auf, die diese Situation kennzeichnen und fälschlicherweise synonym verwendet werden. So liefert der Begriff Fehlzeiten in solch einem Fall zu wenig Information, da Mitarbeiter auch fehlen können, obwohl sie nicht krank sind.
Weitere Begriffe, die in der Praxis häufig als Synonyme verwendet werden, sind der Krankenstand und die Arbeitsunfähigkeit. Bei genauerer Betrachtung besitzen diese jedoch eine unterschiedliche Aussag...