5.1 Wie entstehen sie und was passiert dabei?
Angst und Neid sind komplexe emotionale Reaktionen, die durch verschiedene Faktoren entstehen, und im Arbeitskontext sowohl von individuellen als auch von organisatorischen Aspekten beeinflusst werden.
Bei Angst handelt es sich um eine grundlegende Emotion, die als Reaktion auf eine wahrgenommene Bedrohung oder Gefahr entsteht. Sie aktiviert das autonome Nervensystem, was zu körperlichen Reaktionen wie erhöhtem Herzschlag, gesteigerter Atmung, Muskelanspannung und Schweißausbrüchen führen kann. Angst kann auch zu kognitiven Veränderungen führen, wie zum Beispiel eingeschränkter Aufmerksamkeit und Konzentration, aber auch erhöhter Wachsamkeit und vermehrtem Fokus auf negative Ereignisse und mögliche Gefahren.
Neid entsteht, wenn eine Person das Gefühl hat, dass eine andere Person über Ressourcen, Status oder Erfolge verfügt, die sie selbst gerne hätte. Neid kann zu einer Vielzahl von Reaktionen führen, die von individuell unterschiedlichem Ausmaß abhängen. Dazu gehören negative Gedanken und Gefühle wie Unzufriedenheit, Frustration, Eifersucht oder Wut.
Neid kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden, wie zum Beispiel ungleiche Verteilung von Belohnungen und Anerkennung, unfaire Beförderungen oder mangelnde Transparenz bei der Vergabe von Ressourcen.
Die folgende Übersicht dient einer Zuordnung, die als Grundlage dienen kann, wenn es um die Ursachen der negativen Emotionen Angst und Neid und die abzuleitenden Maßnahmen geht.
| Übersicht über kognitive Ursachen für Angst und Neid |
Veränderte Strukturen (Wenn Organisationskultur und der Arbeitsplatz unsicher sind) |
Negative Emotionen entstehen durch unsichere Situationen (z. B. fehlende Anerkennung, neue Arbeitsanforderungen durch Homeoffice). Durch den Einsatz von KI entstehen Existenzängste und Unsicherheit. Technische Anfo... |