Insgesamt gibt es 4 verschiedene Studienmodelle, die unter dem Begriff duales Studium zusammengefasst werden. 2 davon sind Studiengänge auf dem ersten Bildungsweg ohne eine vorher abgeschlossene Ausbildung. Die anderen 2 Varianten sind Weiterbildungswege für Studenten, die bereits eine Berufsausbildung vorweisen können. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Mischformen, die sich keinem Modell mit der nötigen Trennschärfe zuordnen lassen.
Von den in der Studie "Duales Studium: Umsetzungsmodelle und Entwicklungsbedarfe" des CHE erfassten 1.960 dualen Bachelor- und Masterstudiengängen sind 1.417 praxisintegrierend, 830 ausbildungsintegrierend und 136 berufsintegrierend. Demnach können 417 Studiengänge in unterschiedlichen Modellen absolviert werden. Im Folgenden werden alle Variationen sowie ihre Besonderheiten erläutert.
2.1 Ausbildungsintegrierende duale Studiengänge
Bei diesem meist 4-jährigen Ausbildungsweg wird ein Bachelor-Studium mit einer Ausbildung mit IHK/HWK-Abschluss bzw. fachschulischem Abschluss kombiniert. Als Zugangsvoraussetzung gilt die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Außerdem wird normalerweise ein Ausbildungsvertrag zwischen Unternehmen und Studenten als Bedingung erwartet. Während des Studiums wird die Ausbildung tage- oder blockweise im Unternehmen absolviert. Dabei wird der gewohnte Berufsschulunterricht gestrafft und teilweise von der Hochschule übernommen. Auf diese Weise ist ein gewisser Bezug zwischen Theorie im Studium und der Praxis im Unternehmen gewährleistet. In einigen Bundesländern, vor allem an bayrischen Fachhochschulen, existiert eine Form von dualem Studium, bei der das Studium erst nach einem Jahr Ausbildung beginnt und die restliche Ausbildung in der studienfreien Zeit nachgeholt wird. Auch diese Form gehört zu den ausbildungsintegrierenden Studiengängen. De...