Die Prozesse rund um die Rekrutierung von Mitarbeitern sollten unter dem Blickwinkel der demografischen Entwicklung hohe Aufmerksamkeit genießen. Die Kette beginnt bei der Personalplanung, in der ein Rekrutierungsbedarf erkannt wird, reicht über das Personalmarketing zum eigentlichen Recruiting und endet im sog. Onboarding, bei dem die neu rekrutierten Mitarbeiter in das Unternehmen aufgenommen werden.
Nicht- oder Fehlbesetzungen werden teuer
Die Qualität der hier durchgeführten Personalmaßnahmen ist in Zeiten knapper Arbeitskräfte und hoher Kosten für deren Beschaffung von hoher Bedeutung. Unbesetzt bleibende Stellen oder gar eine Fehlbesetzung mit kurzfristigem Bedarf für eine erneute Einstellung verringern die Produktivität oder erzeugen hohe Kosten. Das HR-Controlling hat im Zusammenhang mit den o. g. Schritten des Rekrutierungsprozesses die Aufgaben,
- Datenauswertungen als Entscheidungsgrundlagen zu liefern,
- die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen zu prüfen und
- mögliche Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.
2.4.1 Personalplanung
Ausgehend von der Unternehmensplanung und einer qualifizierten Vorausschau des Personalbestandes kann das HR-Controlling den Beschaffungsbedarf ermitteln und ihn zeitlich zuordnen. Grundlage hierfür ist ein Organisationsmanagement möglichst auf Planstellenebene, mindestens jedoch auf Ebene von Organisationseinheiten und Tätigkeitsprofilen.
2.4.2 Personalmarketing
Employer Branding
Versteht es das Personalmarketing, das Unternehmen durch den Aufbau einer Arbeitgebermarke (Employer Branding) so darzustellen, dass sich geeignete Kandidaten in ausreichender Anzahl um die zu besetzenden Stellen bewerben? Diese Frage lässt sich durch Kennzahlen, die meist im Zeitreihenvergleich dargestellt werden, beantworten.
Beispiel: Wie hoch ist der Anteil der Absagen in den einzelnen Stufen des Bewerbungsp...