Nach den acht Upstream-Kategorien wenden wir uns allem zu, was nach der Fertigung im Unternehmen passiert, den nachgelagerten Emissionen (Downstream-Emissionen): Hier gilt der Bilanzansatz ab Werktor, durch das das Produkt das Werk des Herstellers verlässt, bis zum Moment der endgültigen Verwertung oder Beseitigung des Produktes, englisch Gate-to-Grave.
9. Nachgelagerter Transport und Verteilung (Downstream transportation and distribution)
Bei dieser Kategorie brauchen wir nicht viel Phantasie: Erfasst werden die Emissionen, die durch den Transport und Vertrieb der vom berichtenden Unternehmen verkauften Produkte im Berichtsjahr zwischen dessen Betrieben und durch die Verteilung hin zum Endverbraucher (falls nicht vom berichtenden Unternehmen selbst durchgeführt) entstehen, einschließlich der aus dem Einzelhandel und den Lagerhaltungsprozessen resultierenden Emissionen – natürlich wieder nur aus Fahrzeugen und Einrichtungen, die nicht im Besitz oder unter der Kontrolle des meldenden Unternehmens stehen. Neben der typischen Verteillogistik zählt hierzu auch die Beheizung eines Distributionslagers oder die Kühlung eines Lebensmittellagers o. ä., das dem bilanzierenden Unternehmen nicht gehört.
10. (Weiter-)Verarbeitung der verkauften Produkte (Processing of sold products)
Diese Unterkategorie bilanziert die Scope-1- und Scope-2-Emissionen nachgelagerter Unternehmen, die bei der Verarbeitung entstehen (z. B. durch deren Energieverbrauch). Hierzu gehören Veredelungsbetriebe wie Galvaniseure oder Lackierbetriebe, die ein Produkt vor seiner Auslieferung noch veredeln.
11. Emissionen der Nutzungsphase verkaufter Produkte (Use of sold products)
In diese Kategorie gehören die direkten Emissionen, die während der Nutzungsphase verkaufter Produkte, also während ihrer erwarteten Lebensda...