Scope-3-Emissionen
Scope-3-Emissionen nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) umfassen alle indirekten Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens, die nicht unter Scope 1 (direkte Emissionen) oder Scope 2 (indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie) fallen. Das GHG unterscheidet im Bereich des Scope 3 der indirekten Emissionen sogenannte vorgelagerte Emissionen (Upstream) und nachgelagerte Emissionen (Downstream).
Die 15 Kategorien des Scope 3
Scope 3 ist in 15 Kategorien unterteilt, die alle wesentlichen Bereiche der vorgelagerten Aktivitäten (Kategorie 1 bis 8) und nachgelagerten Aktivitäten (Kategorie 8 bis 15) eines Unternehmens, aus denen Treibhausgasbeiträge resultieren können, abdecken:
- Eingekaufte Güter und Dienstleistungen
- Kapitalgüter
- Energie- und brennstoffbezogene Aktivitäten (Vorkette)
- Transport und Verteilung (vorgelagert, innerbetrieblich)
- Abfall
- Geschäftsreisen
- Pendeln der Arbeitnehmer
- Angemietete oder geleaste Sachanlagen
- Transport und Verteilung (nachgelagert)
- Verarbeitung der verkauften Produkte
- Nutzung der verkauften Produkte
- Umgang mit verkauften Produkten an deren Lebenszyklusende
- Vermietete oder verleaste Sachanlagen
- Franchise
- Investitionen
Diese unkommentierte Liste ist erklärungsbedürftig. Daher wird im Folgenden zum einen erläutert, was mit den Benennungen der Kategorien eigentlich gemeint ist, und zum anderen, wie man an die Daten für die Berechnung kommen kann.
Wahl des Konsolidierungsansatzes
Um den Scope 3 vollständig zu berichten, muss zunächst ein sogenannter Konsolidierungsansatz nach GHG (2013) gewählt werden. Der Konsolidierungsansatz im Sinne der GHG-Methodik ist die Gesamtheit der Maßnahmen, die darauf abzielen, den Carbon Footprint umfänglich und ganzheitlich zu berechnen. Die GHG-Methodik ...