Im Personalmanagement gehört es zu den Routineaufgaben, neben der anfänglichen Erfassung der Personendaten, wie Alter, Geschlecht und Zuordnung zu einem Arbeitsbereich/zu einer Tätigkeit, fortlaufend Gesundheitsdaten, wie z. B. krankheitsbedingte Fehlzeiten, zu erfassen. Oftmals führt auch die Personalabteilung die Statistik zu den Arbeits- und Wegeunfällen sowie eine Übersicht über die freigegebenen Daten aus dem betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) und den arbeitsmedizinischen Untersuchungen. Letztere beziehen sich auf die Teilnahme und das Ergebnis hinsichtlich "tauglich/nicht tauglich" bzw. "arbeitsfähig/nicht arbeitsfähig". Die Gründe für diese Entscheidungen verbleiben beim Betriebsarzt, da es sich i. d. R. um medizinische Daten handelt.
Um nun das Gesundheits- und Ausfallrisiko und den damit verbundenen Ersatzkräftebedarf abschätzen zu können, müssen anhand der vorhandenen Daten Verdichtungen und spezifische Auswertungen durchgeführt werden, so z. B. die Auswertung der Fehlzeitenstatistik nach Altersgruppen und die statistische Berechnung eines Zusammenhangs zwischen Fehlzeiten und Alter. Können dann noch weitere, i. d. R. zusätzlich zu erhebende Daten, wie Befragungsergebnisse oder das Gefährdungsrisiko am Arbeitsplatz, in die Betrachtung einfließen, ergibt sich für das Unternehmen und einzelne Abteilungen durchaus eine spannende Betrachtung. Dem Personalmanagement stehen bereits vor Beginn eines BGM die folgenden Informationen zur Verfügung:
- Arbeitsunfähigkeitstage,
- Alter und Geschlecht,
- BEM-Fälle.
Letztere ergeben sich durch Berechnung auf Basis der Arbeitsunfähigkeitstage.
Abb. 1 und Abb. 2 zeigen auf, welche Risikobetrachtungen auf Basis von Routinedaten des Personalmanagements möglich sind und welcher Erkenntnisgewinn sich aus weitergehenden Analysen erg...