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BGH: Plausible Strafanzeige gegen Vermieter ist kein Kün ... / 3 Die Entscheidung

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Der BGH teilt die Meinung des Landgerichts. Der Vermieter war nicht zur Kündigung des Mietverhältnisses berechtigt.

Im Ausgangspunkt kann eine Strafanzeige gegen den anderen Vertragspartner eine schwerwiegende Pflichtverletzung sein, die eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses rechtfertigen kann. Ob dies der Fall ist, ist anhand aller Umstände des Einzelfalls zu beurteilen.

Eine grundlos falsche Strafanzeige gegen den Vertragspartner kann hierbei einen zur Kündigung berechtigenden Umstand darstellen, ebenso wissentlich unwahre oder leichtfertig falsche Angaben im Rahmen einer Strafanzeige. Bei der Gesamtabwägung ist auch zu berücksichtigen, ob der Anzeigeerstatter zur Wahrnehmung berechtigter eigener Interessen oder staatsbürgerlicher Rechte und Pflichten gehandelt hat.

Anhand dieses Maßstabs handelte die Mieterin nicht pflichtwidrig. Sie hat bei der Strafanzeige eigene berechtigte Interessen wahrgenommen, da die angezeigten Taten tatsächlich begangen worden waren.

Die Mieterin hat auch weder wissentlich noch leichtfertig falsche Angaben gemacht, als sie den Vermieter verdächtigte. Da der Täter für die Bestellungen Daten verwendet hat, die nicht allgemein zugänglich waren, lag es nahe, diesen im eigenen Umfeld zu vermuten, insbesondere dort, wo es aktuell Konflikte gab. Gegen die Zufallstat eines der Mieterin unbekannten Täters sprach auch, dass es sich um gezielt gegen sie gerichtete Taten handelte, die ihr Schaden zufügen, zumindest aber erheblichen Ärger und Aufwand bereiten sollten, ohne dass dem Täter dadurch selbst ein Vorteil entstanden wäre. Angesichts dessen und des Umstandes, dass die bestehenden Streitigkeiten die Ebene der Sachlichkeit überschritten und eine persönliche Note erreicht hatten, war der Gedanke, der Vermieter habe die Taten begangen, nicht ab...

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