In der Praxis ist häufig zu beobachten, dass sich Führungskräfte nicht mit allen Aspekten der Betriebswirtschaft und der Unternehmenssteuerung auskennen. Selbst wenn dies der Fall ist, werden gleiche Begriffe häufig unterschiedlich verstanden und interpretiert. Wenn man das Berichtswesen nicht nur als zentrales Informationsmedium, sondern auch als wichtiges Kommunikationswerkzeug im Unternehmen begreift, bietet sich hier die Chance, mit einfachen Mitteln bei allen Beteiligten einen gleichen Wissensstand herzustellen.
Glossar
Dazu kann man z. B. am Ende eines klassischen Papierberichts, auf einer bestimmten Seite eines digitalen Berichts oder im Intranet ein Glossar mit wichtigen Begriffen einrichten. Dort werden die Bedeutung und Aussagekraft dieser Begriffe erklärt. Zu vielen Begriffen aus der Betriebswirtschaft, aber auch zu Abgrenzungen innerhalb des Betriebes, gibt es unterschiedliche Darstellungsmöglichkeiten. Als Beispiele sollen hier nur
- die Zusammensetzung des Cashflow,
- die Berechnung der Produktivität,
- der Zeitraum, in dem ein Produkt noch als "neu am Markt" gilt oder
- die Einordnung von Produkten als "Cash-Cows", "Poor-Dogs" usw. im Rahmen der Portfolio-Analyse,
genannt werden. Aber auch damit jeder weiß, was beispielsweise der Unterschied zwischen Eigenkapital-, Gesamtkapital- und Umsatzrendite ist, lohnt sich die Einrichtung eines erklärenden Glosssars.
Das Glossar bietet damit nicht nur die Möglichkeit, einen gleichen Kenntnisstand herzustellen. Es kann gleichzeitig als Ausgangspunkt für wichtige Diskussionen über Abweichungsursachen und Steuerungsmaßnahmen dienen (Wodurch kann eine Verbesserung der Eigenkapitalrendite erreicht werden? Welche Stellgrößen müssen wie verändert werden, wenn man den Cashflow verbessern möchte? Ist eine Erhöhung des Outputs in jedem ...