Neben Planung, Überwachung und Steuerung ist das Berichtswesen, Reporting oder Monitoring eine zentrale Aufgabe der Kostenrechnung und des Controllings. Das Kernziel des Berichtswesens ist die individuelle Information interner und externer Berichtsempfänger. Interne Empfänger sind Geschäftsleitung, Führungskräfte und Mitarbeiter. Als externe Adressaten kommen vor allem Banken, Lieferanten, große Kunden oder Berater in Betracht. Das klassische Berichtswesen ist darauf ausgerichtet, überwiegend interne Adressaten mit Informationen zu versorgen. Die Ausrichtung auf externe Empfänger erfordert häufig eine andere Strukturierung und Aufbereitung der Daten. Vor allem im Rahmen von BASEL III werden die Banken und in einigen Fällen auch externe Rating-Agenturen als wichtige externe Adressaten künftig eine größere Rolle spielen.
1.1 Ziele und Aufgaben
Das Berichtswesen ist das zentrale betriebliche Informations- und Kommunikationselement des Controllings. In ihm werden zunächst die wichtigsten Entwicklungen und Sachverhalte des Unternehmens aus der jeweils abgelaufenen Periode, etwa des vergangenen Monats, dargestellt. Mindestens ebenso wichtig wie die Präsentation dieser Daten ist der Ausblick auf die Zukunft: Was bedeutet eine bestimmte Entwicklung in der Vergangenheit für die Zukunft? Was kann getan werden, um eine gute Entwicklung weiter zu unterstützen bzw. was ist erforderlich, um einen negativen Trend abzumildern oder zu beenden? Hat es in der Vergangenheit in dieser Sache schon einmal Schwierigkeiten gegeben und wie wurde damit umgegangen? Gibt es Entwicklungen in unterschiedlichen Bereichen, die sich gegenseitig (positiv oder negativ) beeinflussen? Usw.
Das Berichtswesen ist grundsätzlich ein hoch individuelles Instrument und orientiert sich streng an den Erfordernissen eines einzelnen Betriebes...