Zu den grundlegenden Prinzipien erfolgreichen (wirkungsvollen) Handelns gehört es regelmäßig zu prüfen, ob die Ausrichtung (noch) stimmt, man auf dem richtigen Weg ist, richtig vorgeht, die nächsten Schritte zielführend sind sowie bei Bedarf (Erkennen von Abweichungen) nachzusteuern. Das gilt selbstverständlich auch für den Arbeitsschutz. Festgelegte Prozesse, die Wahrnehmung von Aufgaben sowie das Erreichen von Zielen werden deshalb entsprechend dem Regelkreisprinzip gesteuert, d. h., durch Beobachtungen und Erhebungen wird zeitnah geprüft, ob Abweichungen vorliegen und nachgesteuert werden muss. Eine solche Überprüfungsmethode ist auch für Managementsysteme erforderlich.
Durch die Festlegung der Ziele, Grundsätze, Zuständigkeiten, Prozesse (Abläufe) und Verfahren ist ein Managementsystem zunächst fixiert. Ob das Managementsystem wirklich praktikabel ist, angewendet wird und v. a. auch wirksam ist, stellt sich erst mit der Zeit heraus. Um das festzustellen und um das Managementsystem kontinuierlich zu verbessern, muss es planmäßig und konsequent in festgelegten Zeitabständen überprüft und bewertet werden. Die wichtigste Methode (regelhaftes Verfahren) dafür ist das Auditieren. Eine Alternative sind Assessments. Assessments bzw. Self-Assessments sind v. a. bei umfassenden Qualitätsmanagementsystemen im Sinne von TQM (Total Quality Management) üblich – z. B. Managementsysteme gem. dem EFQM-Modell (European Foundation for Quality).
Audits und Assessments sind hinsichtlich der Intentionen weitgehend identisch. Assessments haben gegenüber Audits durch ihre "offenere Art und Weise der Durchführung" i. d. R. einen konstruktiveren und weniger prüfenden Charakter. Audits prüfen anhand definierter Vorgaben deren Erfüllung. Sie bewerten Prozesse, Aktivitäten und deren Ergebnisse pr...