Die Bundesregierung will die Nutzung neuer Flächen unter anderem für Bauprojekte bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null reduzieren. Das geht aus dem Transformationsbericht hervor, der nun veröffentlicht wurde. Das sind die Ziele.
Die Nutzung neuer Flächen für Bau- und Verkehrsprojekte soll weiter reduziert und bis 2050 auf Netto-Null reduziert werden. Dieses Ziel wird in einem Transformationsbericht zum Bereich "Nachhaltiges Bauen und Verkehrswende" formuliert, den die Bundesregierung am 6.9.2024 vorgelegt hat.
Flächenverbrauch bis 2030: Maximal 30 Hektar pro Tag
In dem Bericht heißt es wörtlich: "Bis 2050 wird eine Flächenkreislaufwirtschaft angestrebt, also eine Veränderung der Siedlungs- und Verkehrsfläche von Netto-Null." Das Zwischenziel: Bis zum Jahr 2030 soll die Neuinanspruchnahme von Flächen auf bis zu 30 ha pro Tag begrenzt werden.
Zum Vergleich: Um die Jahrtausendwende lag die Inanspruchnahme von neuen Flächen für Siedlungs- und Verkehrsflächen bei ca. 120 ha pro Tag. 2021 habe der Flächenverbrauch durchschnittlich noch 55 ha pro Tag betragen, dieser Wert sei "vom Zielpfad entfernt und zu hoch", so die Regierung.
Wärmeinseleffekte: Für jede Versiegelung eine Entsiegelung
Wie in dem Bericht erläutert wird, spielt die tatsächliche Bodenbedeckung auch in Bezug auf Wärmeinseleffekte und das Regenwassermanagement eine wichtige Rolle. Im Idealfall solle künftig jede zusätzliche Versiegelung durch eine Entsiegelung ausgeglichen werden.
"Diese Zielsetzung soll den Folgen des Verlustes der natürlichen Bodenfunktionen durch Bodenversiegelung, dem Verlust von fruchtbaren landwirtschaftlichen Flächen wie auch dem Verlust naturnaher Flächen mit ihrer Biodiversität Einhalt gebieten und dadurch deren Klimaschutzleistung erhalten", heißt es dazu in der Unterrichtung. Außerdem ...