08.03.2012 | Steuern & Finanzen

Zuordnung von gemischt genutzten Gegenständen bis 31. Mai erforderlich

Nutzt ein Unternehmer Gegenstände gemischt, also zum Teil unternehmerisch, zum Teil nicht unternehmerisch, kann er den Gegenstand voll seinem Unternehmen zuordnen, anteilig dem Unternehmen zuordnen oder voll seinem Privatbereich zuordnen. Diese Zuordnungsentscheidung muss der Unternehmer bis zum 31. Mai dokumentieren.

Bisher konnte der Unternehmer seine Zuordnungsentscheidung für zum Beispiel Gebäude noch im Rahmen der Umsatzsteuer-Jahreserklärung korrigieren. Dies galt auch dann, wenn der Unternehmer für die Abgabe der Umsatzsteuer-Jahreserklärung Fristverlängerung beantragte, die Erklärung also nach dem 31. Mai des Folgejahres (gesetzliche Frist) abgab.

Dies hat der BFH mit seinem Urteil vom 7. Juli 2011 (Az. V R 21/10) jetzt geändert. Unternehmer müssen daher bis zum 31. Mai ihre Zuordnungsentscheidung dokumentieren.

 

Praxishinweis

Ist die Zuordnungsentscheidung in der Umsatzsteuer-Jahreserklärung nicht möglich, weil der Unternehmer eine Fristverlängerung in Anspruch nehmen will, muss er rechtzeitig bis zum 31. Mai des Folgejahres einen anderen Weg zur Dokumentation wählen (z. B. Abgabe von korrigierten Umsatzsteuer-Voranmeldungen).

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