22.11.2011 | Steuern & Finanzen

Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter steuerlich optimieren

Serie "Weihnachten und Steuern", Teil 1: Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter sind guter Stil und für Unternehmen häufig sinnvolle Ausgaben. Wer sich an die Freigrenzen hält, bekommt auch mit den Betriebsausgaben keine Probleme.

Eine kuschelige Decke für die kalte Jahreszeit, ein USB-Stick mit Firmenlogo, ein Geschenkkorb mit weihnachtlichen Spezialitäten oder eine Weihnachtsfeier. All das kann die Motivation der Belegschaft stärken. Damit Unternehmen steuerlich aber nicht übermäßig belastet werden, müssen sie bestimmte Regelungen zu Freigrenzen und Betriebsausgaben beachten.

Grundsätzlich gilt: Alle Zuwendungen des Arbeitgebers an seine Mitarbeiter sind Betriebsausgaben. Beim Arbeitnehmer gehören derartige Zuwendungen grundsätzlich zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Damit der Beschenkte nicht durch die Steuerpflicht verärgert wird, kann der Arbeitgeber die Geschenke mit einem Pauschalsteuersatz von 30 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer versteuern (§ 37b Abs. 2 EStG). Die pauschale Einkommensteuer gilt als Lohnsteuer. Der Arbeitgeber muss sie in der Lohnsteueranmeldung angeben und an das Betriebsstättenfinanzamt abführen.

Die Pauschalierung der Steuer ist nur dann möglich, wenn die Sachzuwendungen zusätzlich zu dem ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbacht werden. Damit soll verhindert werden, dass regulärer Arbeitslohn in steuerlich günstigere Sachzuwendungen umgewidmet wird.

Praxistipp: Unternehmen sollten beachten, dass sie das Wahlrecht zur Pauschalierung der Einkommensteuer gegenüber Arbeitnehmern innerhalb eines Wirtschaftsjahres einheitlich ausüben müssen. Die Entscheidung muss spätestens bis zu dem für die Übermittlung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung geltenden Termin getroffen werden.

Ausnahmen von der Pauschalbesteuerung

Keine Regel ohne Ausnahme. Bloße Aufmerksamkeiten bis zu einem Bruttowert von 40 Euro bleiben lohnsteuerfrei, wenn es sich um einen besonderen Anlass handelt. Mögliche derartige Anlässe sind Geburtstage, Kommunion oder Konfirmation eines Kindes oder ähnliche Ereignisse.

Geldzuwendungen

Für Geldzuwendungen gibt es keine Freigrenzen. Sie zählen immer zum Arbeitslohn, egal wie hoch oder niedrig sie ausfallen.

Schlagworte zum Thema:  Geschenk

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