Bei der Umsetzung der Unternehmensnachfolge müssen viele Fragen beantwortet und Arbeiten vorgenommen werden. Nicht alles muss unbedingt alleine gemacht werden, stattdessen kann die Hilfe verschiedener Online-Plattformen, der zuständigen IHK, der Handwerkskammern oder von Beratern in Anspruch genommen werden. Das gilt nicht nur für den potenziellen Verkäufer, sondern auch für die Käufer.

Was externe Anbieter leisten können

Das Thema Unternehmensnachfolge stellt fast alle Inhaber vor Fragen, mit denen sie sich während ihrer beruflichen Laufbahn gar nicht oder nur am Rande befasst haben. Allenfalls ist da das Wissen von Unternehmerkollegen, die ihren Betrieb verkaufen wollen oder es bereits getan haben. Die meisten Eigentümer benötigen daher Hilfestellung bei Planung und Umsetzung ihres Vorhabens. Dabei müssen nicht nur fachliche Fragen beantwortet werden, etwa zur Unternehmensbewertung. Fast immer steht auch der Umgang mit emotionalen Apekten an, z.B. wie die Trennung vom Lebenswerk gelingt oder wie den Angehörigen u.U. vermittelt werden kann, dass die Firma an einen Externen verkauft werden soll. Bei der Beantwortung dieser und anderer Fragen helfen Dritte. Kammern und Online-Plattformen sind gute Ansprechpartner, wenn es darum geht, die ersten Schritte zu tun und später die Firma möglichen Käufern anzubieten. Über Kammern oder Plattformen können bei Bedarf schnell Kontakte zu spezialisierten Beratern aufgebaut werden, die einen entweder während des gesamten Prozesses begleiten oder nur einzelne Aufgaben, wie z.B. die Preisberechnung und die Auswahl eines geeigneten Käufers, übernehmen.

Plattformen und andere Helfer haben für alle Seiten Vorteile

Zu den Vorteilen zählen folgende Punkte:

  • Registrierung und Einstellung des Angebots ist meist kostenfrei.
  • Sofortiger Zugang zu vielen Tausend Interessenten;
  • schnelle Suche durch Eingabe weniger Kriterien, viele Eingrenzungsmöglichkeiten (z.B. Postleitzahlen, Umkreis, Branche), sofortiges Angebot bei den Plattformen;
  • umfangreiches Zusatzangebot, z.B. Checklisten, Beratung, Begleitung während des gesamten Prozesses, Finanzierung, Hilfe bei der Erschließung von Fördermitteln;
  •  bessere Chancen, Fehler zu vermeiden, z.B. bei Verhandlungen;
  • Zusammenführung aussichtsreicher Kandidaten auf Grund spezieller Algorithmen, z.B. von Matchmaker (https://atlas.kpmg.de/matchmaker/);
  • grundsätzlich anonymes Inserieren bzw. Nachfragen in geschützten Räumen möglich.

Auch die Nachteile durch den Einbezug Dritter sollten bekannt sein

Die Angebote haben auch Nachteile, etwa:

  • Oft ist nur die Einstellung und die Herstellung der persönlichen Kontakte kostenfrei.
  • Weitere Leistungen, wie z.B. Beratung, müssen bezahlt werden. 
  • Unübersichtliche Plattform-Landschaft, daher ist die richtige Auswahl oft schwierig.
  • Große Teile der Arbeiten bleiben für Käufer und Verkäufer bestehen und müssen selbst erledigt werden. 

Beispiele für Plattformanbieter und Kammerauswahl

Wer Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich z.B. bei der jeweiligen IHK bzw. Handwerkskammer umsehen oder spezielle Online-Plattformen nutzen. Die für einen Bezirk zuständige IHK ist unter http://wis.ihk.de/ihre-ihk/ihk-finder.html zu finden, die entsprechende Handwerkskammer unter https://www.handwerkskammer.de/. Eine Übersicht über Online-Plattformen zur Unternehmensnachfolge kann z.B. unter https://nachfolge-in-deutschland.de/boersen-zur-unternehmensnachfolge/ abgerufen werden. Wer international agieren möchte, findet u.a. unter https://nachfolge-in-deutschland.de/internationale-nachfolgeboersen/ eine Übersicht internationaler Nachfolgebörsen.

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