08.07.2014 | Top-Thema Trends im Rechnungswesen - Wohin geht die Reise für (Bilanz-)Buchhalter und Controller?

Trend zu Mehrfachqualifikationen

Kapitel
Bild: BVBC Gehaltsanalyse 2014, Tabelle 2a

Der Trend zur Mehrfachqualifikation zeigt sich in der besagten Studie deutlich. Über 80 % der Befragten haben zusätzliche Qualifikationen erworben. Dies ist auf die erhöhten Anforderungen seitens der Unternehmen zurückzuführen, wird von ihnen aber auch entsprechend honoriert.

Mehr Gehalt als „Bilanzbuchhalter International“

Stark zugenommen hat die Qualifizierung zum „Bilanzbuchhalter International“. Sie wird von den Unternehmen entsprechend honoriert, denn das Einkommen dieser Mitarbeiter liegt durchschnittlich rund EUR 15.000 über dem Einkommen der Geprüften Bilanzbuchhalter ohne diese Zusatzqualifikation.

BVBC fordert Anpassung der Prüfungsordnung

Der BVBC hat in seinem Eckpunktepapier zu der Prüfungsverordnung für die geprüften Bilanzbuchhalter (IHK), die zurzeit überarbeitet wird, u.a. eine Abtrennung des Handlungsbereiches „Erstellen von Abschlüssen nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften“ aus den Pflichtprüfungsfächern gefordert. Ziel ist es, eine IHK geprüfte Zusatzqualifikation „Bilanzbuchhaltung International“ bzw. „Bilanzbuchhalter International“ einzuführen, um den Trend auch mit einer modularen Weiterbildung zu untermauern.

Unternehmen fordern oft Studium in Stellenanzeigen

Bei vielen Unternehmen ist schon in den Anforderungen für eine Bewerbung ein Studium verpflichtender Bestandteil geworden. Mit einem Abschluss als Bachelor oder Master bzw. einem Diplom in der Tasche kann man heute bei potenziellen Arbeitgebern punkten. Vielfach absolvieren die Befragten daher im Anschluss noch ein berufsbegleitendes Studium zum Betriebswirt VWA an der Berufsakademie oder auch an einer (Fach-)Hochschule. Die praktischen Kenntnisse werden so durch einen weiteren Schritt mit theoretischem Wissen ergänzt und bieten eine solide Basis. Diese Entwicklung führt dazu, dass beim BVBC eine Vielzahl von Anfragen eingeht, inwieweit Teile der Weiterbildung zum Geprüften Bilanzbuchhalter auf ein BWL-Bachelorstudium angerechnet werden können.

Wichtig: Anrechnung bisheriger Abschlüsse auf ein Studium

Gerade die berufsbegleitenden Bachelorstudiengänge „Wirtschaft und Management“ sowie „Wirtschaft und Kommunikation“, jeweils mit dem Abschluss „Bachelor of Arts (B. A.)“ der FOM Open Business School, bieten interessante Anschlussqualifizierungen für die berufsqualifizierten Mitglieder des BVBC. Der BVBC wird daher als Ergebnis dieser Anfragen mit der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) eine Vereinbarung treffen, dass Bilanzbuchhalter (IHK) und Controller (IHK) nach aktuellem Stand (Mai 2014) in der Regel in die zweite Stufe des Studiums eingeschrieben werden können, sodass insgesamt nur noch vier Semester und das Vorsemester absolviert werden muss.

Fazit: Zielgruppenorientierte Weiterbildung bald möglich

Die genannte Vereinbarung ermöglicht Bilanzbuchhaltern und Controllern eine zielgruppengerechte – insbesondere akademische – Weiterqualifizierung in einem zeitlich überschaubaren Rahmen und unter Anerkennung ihrer umfangreichen Vorkenntnisse.

Permanente Weiterbildung als Trend

Laut der Studie scheint ein Studium keine alleinige Garantie mehr für eine höhere Einstiegsposition, ein höheres Einstiegsgehalt oder eine erfolgreiche Karriere zu sein, denn bereits 52 % der Teilnehmer haben nach dem Studium an einer Hochschule, Universität oder Fachhochschule mindestens eine weitere praxisorientierte Weiterbildung absolviert.

Hier geht's zur Bilderserie "Grafiken Einkommen"

Schlagworte zum Thema:  Rechnungswesen, Einkommen, Controller, Gehalt, Bilanzbuchhalter

Aktuell

Meistgelesen