01.12.2011 | Steuern & Finanzen

Strategien zum Jahreswechsel: Weihnachtsfeier steuerlich optimal planen

Serie, Teil 4: Unternehmer sollten bei der finanziellen Planung der Weihnachtsfeier nachrechnen, wie hoch die Kosten pro Teilnehmer ausfallen. Denn liegen die Kosten je Arbeitnehmer über 110 Euro, kippt der Vorsteuerabzug und es wird Lohnsteuer fällig.

Bei der Ermittlung der 110-Euro-Grenze sollten Unternehmer folgende Insider-Infos kennen:

  • Bruttobetrag: Bei der 110-Euro-Grenze handelt es sich um einen Bruttobetrag. Netto – also ohne 19% Umsatzsteuer – dürfen die Pro-Kopf-Kosten je Arbeitnehmer also nicht über  92,44 Euro liegen.
  • Verwandte: Nehmen an der Weihnachtsfeier auch Verwandte oder Bekannte des Arbeitnehmers teil, sind ihm diese Kosten zuzurechnen (z.B. Kosten pro Person 60 Euro = für Arbeitnehmer mit Ehegatte 120 Euro).
  • Dritte Veranstaltung: Handelt es sich um die dritte Betriebsveranstaltung im Jahr, fällt für eine Veranstaltung im Jahr unabhängig von der 110-Euro-Grenze pro Kopf Lohnsteuer an und die Vorsteuer kippt. Für welche der drei Betriebsveranstaltung das gelten soll, darf der Unternehmer frei entscheiden.

Strategie 1: Ist die 110-Euro-Grenze minimal überschritten, laden Sie noch ein paar Geschäftsfreunde und Kunden ein, bis die Kosten je Teilnehmer unter diese kritische Bruttogrenze rutschen.

Strategie 2: Legen Sie niemals die Feier zu Ihrem Geburtstag mit der Weihnachtsfeier zusammen. In diesem Fall stuft das Finanzamt die gesamte Feierlichkeit nämlich als privat ein und lässt weder einen Betriebsausgabenabzug noch einen Vorsteuerabzug zum Abzug zu  (Berlin-Brandenburg, Urteil v. 16.2.2011, Az. 12 K 12087/07; Pressemitteilung v. 11.11.2011).

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