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Strategien zum Jahreswechsel: Umwandlung einer freiwilligen Sonderzahlung

Serie, Teil 2: Soll ein Arbeitnehmer wegen besonderer Erfolge im Dezember 2011 eine arbeitsrechtlich freiwillige Sonderzahlung erhalten, macht es Sinn, über Alternativen zur Gehaltszahlung nachzudenken. Häufig fällt die Sonderzahlung zur Hälfte den Abzügen für Steuern und Sozialabgaben zum Opfer.

Da freiwillige Sonderzahlungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden, kommt eine Unwandlung in steuerfreie oder in pauschal zu versteuernde Zuschüsse in Betracht (R 33.3 Abs. 5 LStR 2011; BFH, Urteil v. 1.10.2009, Az. VI R 41/07).

Beispiel:

Sie vereinbaren mit Ihrem Mitarbeiter wegen besonderer Leistungen eine freiwillige Sonderzahlung in Höhe von 900 Euro. Sie vereinbaren a) einen Zuschuss zum Kindergartenplatz für sein Kind in Höhe von 900 Euro b) die normale Auszahlung der 900 Euro mit dem Gehalt. Bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro hätte das folgende Auswirkung.

 Variante aVariante b
Nettogehalt normal1.841 Euro1.841 Euro
Nettogehalt mit Sonderzahlung2.741 Euro2.266 Euro
Steuern und Sozialabgaben auf die Sonderzahlung von 900 Euro0 Euro475 Euro
Ersparnis für Sie als Arbeitgeber162 Euro0 Euro

Ihr Mitarbeiter erhält den Zuschuss bei Variante a mit dem Kindergartenzuschuss also brutto wie netto und Sie sparen obendrein noch den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung für die Sonderzahlung.

Strategie:

Für freiwillige Sonderzahlungen kommt auch die Umwandlung in einen Fahrtkostenzuschuss mit einer 15%-igen Pauschalsteuer oder in einen Zuschuss für steuerfreie Gesundheitsleistungen in Betracht.

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