13.02.2012 | Steuern & Finanzen

Strafrechtliche Konsequenzen bei verspäteter Abgabe von Umsatzsteuer- und Lohnsteuer-Anmeldungen

Die Finanzverwaltung hat die verwaltungsinternen Anweisungen für das Steuerstraf- und Bußgeldverfahren (AStBV) überarbeitet. Eine Eskalation des Steuerverfahrens droht.

Unter anderem hat die Finanzverwaltung die bisherige Regelung aufgehoben, nach der bei einer verspätet abgegebenen Umsatzsteuer- und Lohnsteueranmeldungen auf eine automatische Einschaltung der Straf- und Bußgeldstelle verzichtet wird. Nunmehr sind die Finanzämter angehalten, verspätete Steueranmeldungen grundsätzlich an die Straf- und Bußgeldstelle weiterzuleiten. Diese entscheidet dann, ob ein Strafverfahren eröffnet oder durch die Festsetzung eines Bußgeldes sofort eingestellt wird.

Praxishinweis

Sollte von der o. g. Änderung generell Gebrauch gemacht bzw. nicht mit Augenmaß vorgegangen werden, droht eine Eskalation des Steuerverfahrens. Gleichwohl empfiehlt es sich (auch aus anderen Gründen wie z. B. Vermeidung von Verspätungszuschlägen bzw. Schaffung von kontinuierlichen Abläufen im Rechnungswesen) die Abgabefristen generell einzuhalten.

Schlagworte zum Thema:  Umsatzsteuer

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