10.05.2016 | Top-Thema Fristen beim Steuerbescheid

Steuerbescheid: Einspruch erheben

Kapitel
Wie kann sich der Steuerzahler wehren, wenn das Finanzamt nicht alles anerkannt hat?
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Steuererklärung wurde vor einigen Wochen an das Finanzamt übermittelt. Zwischenzeitlich hat das Finanzamt die Steuererklärung bearbeitet. Langsam flattern die Steuerbescheide ins Haus oder liegen schon vor.

Aber! Wie kann sich der Steuerzahler wehren, falls das Finanzamt nicht alle erklärten Beträge anerkannt hat? Das heißt: Die Erstattung ist zu niedrig oder die Nachzahlung ist zu hoch.

Einspruch heißt das Zauberwort

Das Rechtsbehelfsverfahren, wie Einspruch, Klage und Revision, dient dem Rechtsschutz der Steuerzahler. In diesem Verfahren wird die Entscheidung der Behörde, z. B. des Finanzamts, noch einmal auf seine Rechtmäßigkeit überprüft. Rechtsbehelfe können unterteilt werden in

  • außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren: Hierzu muss gegen einen Steuerbescheid Einspruch eingelegt werden. Dieses Verfahren wird auch als Vorverfahren oder als verlängertes Veranlagungsverfahren bezeichnet. Die letztendliche Entscheidung über den Einspruch trifft das Finanzamt, das den Bescheid in die Welt gesetzt hat.
  • gerichtliche Rechtsbehelfsverfahren: Gegen die ablehnende Entscheidung einer Behörde (Einspruchsentscheidung) kann vor dem Finanzgericht geklagt werden. Wer mit diesem Urteil noch immer nicht einverstanden ist, kann hiergegen beim Bundesfinanzhof Revision einlegen.

Schlagworte zum Thema:  Steuerbescheid, Steuererklärung, Einspruch, Finanzamt

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