18.03.2014 | Top-Thema Reverse-Charge-Verfahren

Entstehung der Umsatzsteuer

Kapitel
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Umsatzsteuer entsteht im Reverse-Charge-Verfahren nach derzeitiger Rechtslage mit Ausstellung der Rechnung, spätestens jedoch mit Ablauf des der Ausführung der Leistung folgenden Kalendermonats.

Im Ergebnis heißt dies:

  • Erstellt der Unternehmer in dem Monat, in dem er die Leistung ausführt, auch eine Rechnung, entsteht die Umsatzsteuer in diesem Monat.
  • In den Fällen, in denen eine Rechnung später oder gar nicht ausgestellt wird, entsteht die Umsatzsteuer im Folgemonat.
  • Bei Anzahlungen entsteht die Umsatzsteuer mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Anzahlung vereinnahmt wurde.

Die Finanzverwaltung beanstandet es nicht, wenn der Leistungsempfänger den Zeitpunkt seiner Verausgabung bei der Besteuerung zugrunde legt.

Achtung: Sonstige Leistungen ausländischer EU-Unternehmer seit 1.7.2010
Seit 1.7.2010 entsteht die Umsatzsteuer für die sonstigen Leistungen ausländischer EU-Unternehmer, die sich anhand der Grundregel des § 3a Abs. 2 UStG nach Deutschland verlagern, stets bereits im Monat der Ausführung der Leistung. Für die übrigen unter § 13b UStG fallenden Leistungen bleibt es bei dem o. g. Zeitpunkt der Entstehung der Steuer mit Ausstellung der Rechnung.

Daneben entsteht seit 1.7.2010 die Umsatzsteuer im Reverse-Charge-Verfahren bei Dauerleistungen, die über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erbracht werden, spätestens mit Ablauf eines jeden Kalenderjahres, in dem die Leistungen tatsächlich erbracht werden.

Schlagworte zum Thema:  Umsatzsteuer, Unternehmer, EU, Reverse-Charge-Verfahren

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