13.04.2012 | Steuern & Finanzen

Realteilung zwischen Mitunternehmern

Setzen sich die Gesellschafter einer Personengesellschaft auseinander, kann der Übergang der Vermögensgegenstände auf die Gesellschafter ohne steuerliche Belastung erfolgen. Gilt dies auch für das Gesamthandsvermögeen einer anderen Personengesellschaft?

Voraussetzung für den belastungsfreien Übergang in der Personengesellschaft ist,

  • dass die Vermögensgegenstände in ein steuerliches Betriebsvermögen des Gesellschafters übergehen
  • und dass die Versteuerung der stillen Reserven (z. B. bei einem späteren Verkauf) gesichert ist.

Fraglich ist, ob auch das Gesamthandsvermögen einer anderen Personengesellschaft (an der der Gesellschafter beteiligt ist) ein solches Betriebsvermögen des Gesellschafters darstellt. Das FG Düsseldorf hat dies mit Gerichtsbescheid vom 9. Februar 2012 (3 K 1348/10) verneint und damit die Auffassung der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom 28. Februar 2006; BStBl 2006 S. 228; Abschnitt IV.1) bestätigt.

 

Praxishinweis

Der Kläger hat gegen das Urteil Revision beim BFH eingelegt. Vergangene Sachverhalte kann man daher problemlos offen halten. Bei künftigen Umstrukturierungen können sich Gesellschafter dadurch behelfen, dass sie die Vermögensgegenstände zunächst in ihr Sonderbetriebsvermögen der anderen Personengesellschaft übertragen (z. B. durch Vermietung an diese) und dann später auf die Personengesellschaft übertragen. Zur Vermeidung eines Gesamtplans (dieser wäre schädlich!) sollte man die Entscheidung für den zweiten Schritt erst später treffen oder eine gewisse Zeit abwarten.

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