Seit 2018 gelten höhere GWG-Grenzen. Durch die Anhebung der Grenzen können Betriebe viel Arbeit bei kleineren Anschaffungen vermeiden. Dies bestätigte nun eine aktuelle Umfrage des DIHK.

Unternehmen sehen spürbare Entlastung durch die Anhebung

Von den insgesamt 700 teilnehmenden Betrieben, davon die Hälfte mit weniger als 50 Mitarbeitern, sehen mehr als drei Viertel eine spürbare Entlastung. Dies gilt insbesondere für Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern. Durch die Anhebung der Grenzen wird vor allem die Inventarisierung der Wirtschaftsgüter und die Berechnung der Abschreibungsdauer vereinfacht.

Folgende Tabelle stellt die angegebenen Entlastungsgründe im Einzelnen dar:

GründeAnzahl (Mehrfachnennungen möglich)
Die Wirtschaftsgüter müssen nicht mehr in der Inventarliste bzw. im Anlageverzeichnis verzeichnet werden.438
Die Recherche über die anzusetzende Nutzungsdauer laut Abschreibungstabelle entfällt.386
Die Wirtschaftsgüter im Anlagevermögen müssen nicht mehr gepflegt werden, z. B. weil Nutzungs- und Abschreibungsdauer auseinanderfallen.357
Es fallen weniger Belege für den Jahresabschluss an.245
Die Wirtschaftsgüter müssen nicht mehr in Sammelposten zusammengefasst werden.201
Die Einschätzung und Abwägung zwischen Einzel- und Poolabschreibung entfällt.165
Die Liquidität erhöht sich.116

Ein Großteil der Betriebe, die keine Entlastung spüren, nennen hierfür u.a. die Erklärung, dass auch geringwertige Wirtschaftsgüter unabhängig von der Sofortabschreibung im Anlagenverzeichnis geführt werden, dass die Abschreibung und Verwaltung des Anlagevermögens automatisch erfolgt und dass immer die Poolabschreibung genutzt wird.

Gelungener Bürokratieabbau lässt auf weitere Erleichterungen hoffen

Der DIHK sieht in dem Zusammenhang schon weitere denkbare Erleichterungen, etwa eine Anhebung der Grenze auf 1.000 EUR mit gleichzeitigem Wegfall der Poolabschreibung, zeitnahe Betriebsprüfungen und damit verkürzte Aufbewahrungsfristen. Im Koalitionsvertrag ist ein drittes Bürokratieentlastungsgesetz vorgesehen. Die positiven Erfahrungen aus der Anhebung der GWG-Grenzen lassen auf weitere Erleichterungen hoffen.

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Die Umfrageergebnisse im Einzelnen können unter www.dihk.de/gwg eingesehen werden.

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