| Steuern & Finanzen

Pauschalsteuer bei Sachzuwendungen an ausländische Arbeitnehmer?

Sachzuwendungen, die Sie Kunden oder Arbeitnehmern gewähren, müssten Sie eigentlich nach dem Einkommensteuergesetz als Einnahmen versteuern. Damit die Freude am Geschenk bleibt, können Sie die Versteuerung beim Beschenkten verhindern, indem Sie ans Finanzamt eine 30%-ige Pauschalsteuer abführen.

Entscheiden Sie sich für die Abführung der Pauschalsteuer nach § 37b EStG, müssen Sie diese Pauschalsteuer ohne Ausnahme für alle Sachzuwendungen eines Jahres abführen. In der Praxis stellt sich hierbei die Frage, ob diese Steuer auch fällig wird, wenn die Zuwendungen an Arbeitnehmer oder Unternehmer gehen, die in Deutschland gar nicht einkommensteuerpflichtig sind?

Zumindest für Arbeitnehmer ist die Frage nun geklärt. Bei Sachzuwendungen an einen im Ausland steuerlich erfassten Arbeitnehmer (z.B. Arbeitnehmer, der in ausländischer Niederlassung angestellt ist), muss die 30%-ige Pauschalsteuer nicht abgeführt werden (Finanzgericht Düsseldorf, Urteil v. 06.10.2011, Az. 8 K 4098/10 L).

Praxistipp:

Dieser Grundsatz müsste auch greifen, wenn Sie einem ausländischen Geschäftspartner Sachzuwendungen gewähren, der in Deutschland nicht steuerpflichtig ist. Denn die Pauschalsteuer dient ja nur dem Zweck, dem Beschenkten die Versteuerung der Zuwendungen zu ersparen.

Schlagworte zum Thema:  Geschenk

Aktuell

Meistgelesen