21.07.2015 | Top-Thema Kunst als Vermögensanlage

Galeristen als Art Consultants

Kapitel
Immer mehr Galeristen arbeiten auch als "Art Consultants" für Unternehmen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mit Bordmitteln ist in der Regel der Aufbau einer Kunstsammlung nicht zu bewältigen. Dazu braucht man einen vertrauenswürdigen Galeristen oder Kunstberater. Fast alle Galeristen sind auch „Art Consultants“. Im zweiten Kapitel erfahren Sie, wie sich solch eine Zusammenarbeit gestalten kann.

Das so genannte „Corporate Collecting“ ist ein typischer Fall für eine zumindest zunächst externe Dienstleistung, bei der der Sammler eigene Werke mit einbringen kann. Auf diesem Weg haben sich die Sammlungen kleinerer Unternehmen als zunehmend spannend erwiesen.

Beispiel für eine unternehmerische Kunstsammlung

Ein Beispiel für ein solches unternehmerisches Engagement ist die Sammlung der Wallrich Asset Management AG, ein Finanzberatungsunternehmen in Frankfurt/Main. Die Sammlung enthält Werke von bekannten jungen Gegenwartskünstlern, etwa Norbert Bisky, Olav Metzel oder der in Berlin lebenden Koreanerin SEO, die zu den Top Five der koreanischen jungen Künstler zählt. Die Werke der Sammlung hängen in den Büros und tragen so zur Definition des Arbeitsplatzes als Kreativschmiede bei.

Der Unternehmer Stefan Wallrich arbeitet dabei mit Kunst-Profis zusammen, bringt sich aber selbst auch sehr stark ein, was das Managen der Sammlung für die Öffentlichkeit angeht. Als Partner der Schirn-Kunsthalle, einer führenden Ausstellungsinstitution in Europa, nimmt er seit einem Jahrzehnt an der „Kunst privat!“-Veranstaltung teil. Bei diesem exklusiven Event öffnen einige Banken, Versicherungen, Anwaltskanzleien, Finanzberater, die Deutsche Lufthansa, Kliniken oder ein gemeinnütziger Verein ihre Räumlichkeiten für ein kunstinteressiertes Publikum, was eine Möglichkeit ist, die eigene unternehmerische Sammeltätigkeit mit der Öffentlichkeitsarbeit zu verzahnen.

Wallrich schult und entwickelt seine Sammelleidenschaft weiter durch viele Ausstellungs- und Messebesuche und vermag durch den Dialog mit den Gremien der Schirn-Kunsthalle eine moderne strategische Ausrichtung für seine Sammeltätigkeit zu entwickeln. Damit ist die Möglichkeit gegeben, die typische Kluft zwischen institutioneller und privater Sammlung im positiven Sinne abzufedern. Das Museum sammelt, was es sammeln muss, um etwas zu dokumentieren. Der Privatsammler sammelt, was er will, und dokumentiert vornehmlich seinen Geschmack. Das führt Stefan Wallrich in eine neue Richtung. Das Zauberwort heißt hier „Zukunft“: Für die Zukunft wichtig ist das, was aus der Kommunikation und dem kreativen Impuls heraus geschieht. Flaneur, Dandy und Bohemien spielen auf dem Kunstmarkt keine Rolle mehr, das sind vergangene Zeiten. Heute gelangt nur der Künstler zu Bedeutung, der über Jahre hinweg ausdauernd und systematisch arbeitet und eine „Marke“ aufbaut.

Die wichtigsten Kunstmarktportale (alphabetisch)

Akoun

www.akoun.com

Französisch

Artfacts

www.artfacts.net

Mit Rankings

Artfira

www.artfira.com

Schwerpunkt Osteuropa

Artmarketblog

www.artmarketblog.com

 

Artnet

www.artnet.com

 

Artnexus

www.artnexus.com

 

Artprice

www.de.artprice.com

Mit Marktstudien

Askart

www.askart.com

 

Artvalue

www.artvalue.com

 

Blouin Artinfo

www.artsalesindex.artinfo.com

 

Findart

www.findartinfo.com

 

iCollector

www.icollector.com

 

Live Auctioneers

www.liveauctioneers.com

 

Mutual Art

www.artist-prices.mutualart.com

 

Schlagworte zum Thema:  Kunst, Unternehmenskultur, Vermögensanlage

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