Jahreswechsel: Sachbezugswerte

Die Sachbezugswerte für Verpflegung wurden für das Jahr 2017 erhöht.

Sachbezüge sind Leistungen des Unternehmens für ihre Mitarbeiter, die nicht in Geld, sondern in einem geldwerten Vorteil bestehen. Für kostenlose oder verbilligte Verpflegung hat der Fiskus Sachbezugswerte festgelegt. Diese werden jährlich überprüft und in die Sozialversicherungsentgeltverordnung aufgenommen. Dabei orientiert sich die Verwaltung am Verbraucherpreisindex. Da dieser für Verpflegung um 1,9% gestiegen ist, werden auch die entsprechenden Sachbezugswerte für Verpflegung 2017 erhöht. Für verbilligte oder kostenlose Mahlzeiten sind dann anzusetzen:

  • für ein Frühstück 1,70 EUR und
  • für ein Mittag- oder Abendessen 3,17 EUR

Die Sachbezugswerte für Verpflegung sind vor allem interessant, wenn Arbeitnehmer in der betriebseigenen Kantine kostenlos oder verbilligt essen. Auch wenn der Chef bei beruflicher Auswärtstätigkeit oder doppelter Haushaltsführung für die Verpflegung sorgt, sind die Sachbezugswerte von Bedeutung.

Praxis-Tipp: Zur Anwendung der neuen Sachbezugswerte

Die neuen Sachbezugswerte können bereits ab dem ersten Abrechnungsmonat des Jahres 2017 angewendet werden, da die geänderte Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) am 1. Januar 2017 in Kraft treten wird. Der Verbraucherpreisindex für Unterkunft oder Mieten hat sich dagegen im Vorjahresvergleich nicht verändert. Aus diesem Grund wird auch der Wert für Unterkunft oder Mieten als Sachbezug im kommenden Jahr gleichbleiben. Dieser liegt derzeit bei 223 EUR. Den Wert der Unterkunft können Sie auch mit dem ortsüblichen Mietpreis bewerten, vorausgesetzt, der Tabellenwert ist nach Lage des Einzelfalls unbillig.

Schlagworte zum Thema:  Sachbezug, Sachbezugswerte, Jahreswechsel, Steuern