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Wer Elektrofahrzeuge nutzt kann sich über Steuerentlastungen freuen. Bild: E-world

Neben der Förderung von Elektromobilität durch Steuerbefreiungen, wurden weitere Steuerentlastungen beschlossen: Der steuerliche Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag, das Kindergeld und der Kinderzuschlag werden steigen.

Die Bundesregierung hat mit dem „Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr“ ihr Ziel bekräftigt, den Ausstoß von Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 um mindestens 40% zu senken. Dazu werden die Kraftfahrzeugsteuer und die Einkommensteuer geändert: An Stelle der derzeit geltenden fünfjährigen Steuerbefreiung für Erstzulassungen reiner Elektrofahrzeuge tritt rückwirkend zum 01.01.2016 eine zehnjährige Kraftfahrzeugsteuerbefreiung in Kraft. Die zehnjährige Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird auf technisch angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Elektro-Umrüstungen ausgeweitet.

Wenn Arbeitgeber Vorteile gewähren, damit der Arbeitnehmer ein privates Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug im Betrieb elektrisch aufladen kann, wird die zeitweise überlassene betriebliche Ladevorrichtung steuerbefreit. Außerdem erhalten Arbeitgeber die Möglichkeit, geldwerte Vorteile aus der unentgeltlichen oder verbilligten Übereignung der Ladevorrichtung und Zuschüsse pauschal mit 25% Lohnsteuer zu besteuern.

Weitere Steuerentlastungen beschlossen

In den Jahren 2017 und 2018 werden der steuerliche Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag, das Kindergeld und der Kinderzuschlag steigen. Außerdem soll die „kalte Progression“ ausgeglichen werden. Im Einzelnen sieht das Gesetz die folgenden Anpassungen vor:

  • Erhöhung des Grundfreibetrags von jetzt 8.652 EUR auf 8.820 EUR (2017) und auf 9.000 EUR (2018)
  • Anhebung des Kinderfreibetrags von jetzt 4.608 EUR auf 4.716 EUR (2017) und auf 4.788 EUR (2018)

Erhöhung des monatlichen Kindergeldes für

  • das 1.und 2. Kind auf 192 EUR (2017) und 194 EUR (2018);
  • für das 3. Kind auf 198 EUR (2017) und 200 EUR (2018);
  • für das 4. und jedes weitere Kind auf 223 EUR (2017) und 225 EUR (2018)
  • Anhebung des Kinderzuschlags zum 1. Januar 2017 auf monatlich 170 EUR je Kind
  • Erhöhung des Unterhaltshöchstbetrags entsprechend der Anhebung des Grundfreibetrags
  • Ausgleich der „kalten Progression“ durch Verschiebung der übrigen Tarifeckwerte: 2017 um die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2016 (0,73%) und 2018 um die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2017 (1,65%).

Schlagworte zum Thema:  Firmenwagen, Steuerentlastung, Elektromobilität, Kinderfreibetrag, Kindergeld, Grundfreibetrag, Jahreswechsel, Steuern

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