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Gewillkürtes Betriebsvermögen: Nach außen erkennbare Zuordnung entscheidend

Auch Einnahmen-Überschuss-Rechner können gewillkürtes Betriebsvermögen bilden. Das Einbeziehen der Wirtschaftsgüter in den betrieblichen Zusammenhang muss aber dem Rahmen betrieblicher Tätigkeit entsprechen, der durch das Berufsbild geprägt wird.

Nach ständiger Rechtsprechung des BFH kann auch bei einem Freiberufler und Gewerbetreibenden der seinen Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittelt gewillkürtes Betriebsvermögen gebildet werden, sofern die Einbeziehung der betroffenen Wirtschaftsgüter in den betrieblichen Zusammenhang dem Rahmen betrieblicher Tätigkeit entspricht, der durch das Berufsbild geprägt wird.

In einem dem BFH vorgelegten Fall hatte eine selbstständig tätige Ärztin zur Finanzierung eines PKW ein betriebliches Darlehen aufgenommen und als Sicherheit hierfür ein Wertpapierdepot an die Bank verpfändet. Die aus den Wertpapiergeschäften des Depots entstandenen Verluste wollte sie als betriebliche Verluste ansetzen.

In dem o. g. Urteil vom 8. Februar 2011 (Az. VIII R 18/09) lehnten die Richter allerdings die Zurechnung der Wertpapiere zum gewillkürten Betriebsvermögen der Arztpraxis ab, da es im Streitfall an der erforderlichen eindeutig nach außen verbindlich manifestierten, d. h. unmissverständlich zeitnah und unumkehrbar dokumentierten

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