22.11.2016 | Top-Thema Fremdwährungen: Geldanlage oder Spekulation?

Virtuelle Währungen

Kapitel
Alles wird virtuell - auch das Geld
Bild: Corbis

Alles wird virtuell – auch das Geld hat sich längst von Münzen und Scheinen losgesagt. Virtuelle Währungen können zum Bezahlen bei Online-Einkäufen genutzt werden – aber eignet sich dieses Konzept auch als Geldanlage?

Virtuelle Währungen (Virtual Currency, abgekürzt: VC) wurden von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) als eine digitale Abbildung von Wert beschrieben. Virtuelle Währungen werden nicht vom Staat oder einer anderen Behörde ausgestellt.

VCs werden als Tauschmittel genutzt. Sie liegen nicht real vor und existieren nur im Internet bzw. elektronisch. Sie können nicht nur zum Zahlen und Sparen genutzt werden, sondern mittlerweile kann man virtuelle Währungen an Börsen handeln (European Banking Authority (EBA): EBA Opinion on “virtual currencies“, abgerufen am 7.10.2016). Die wohl bekannteste virtuelle Währung ist der Bitcoin. Derzeit beträgt der Marktwert von allen Bitcoins über 9 Milliarden US-Dollar (Coinmarketcap. Crypto-Currency Market Capitalization, abgerufen am 7.10.2016).

Wie funktionieren Virtual Currencies?

VCs sind nichts Neues und es gibt sie schon seit etlichen Jahren. Ursprünglich waren sie dazu da, eine Währung zu entwickeln, die speziell für einen Bereich gilt. Ein Beispiel wären z.B. Vielfliegermeilen oder Punkte/Marken o.Ä. in Videospielen, welche genutzt werden um z.B. Ausrüstung o.Ä. zu kaufen.

Diese Währungen unterscheiden sich jedoch stark von der virtuellen Währung, von der man heutzutage spricht. Die früheren VCs (Virtual Currency) konnten nicht in staatliche Währungen getauscht werden. Die anderen VCs konnte man auch nur in einem bestimmten Bereich eingesetzt werden. Vielfliegermeilen von Lufthansa konnten zum Beispiel nur bei bestimmten Airlines benutzt werden und nicht um bei Amazon etwas einzukaufen.

Viele der heutigen VCs werden genutzt, um Online einzukaufen. Große Unternehmen akzeptieren die Währung Bitcoin zum Beispiel schon.

Spekulationsobjekt mit hohem Risiko

Man kann Virtuelle Währungen als Anlage- oder Spekulationsobjekt nutzen, allerdings können diese Währungen genauso schnell verschwinden wie sie gekommen sind, da keine Personen oder Organisationen dahinter stehen. Einzig der Glaube daran, hält diese virtuelle Währung stabil. Sobald es einmal einen Hacker geben sollte, der es schafft, Bitcoins beliebig zu vermehren, werden diese nach einer Entdeckung schnell wertlos sein.

Schlagworte zum Thema:  Geldanlage, Fremdwährung

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