22.11.2016 | Top-Thema Fremdwährungen: Geldanlage oder Spekulation?

Fazit: Genau hinschauen – und „nicht alle Eier in einen Korb legen“

Kapitel
Wer seine Investitionen breit streut minimiert das Risiko
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Fremdwährungen können eine Renditeoase gerade in Zeiten von Niedrigzinsen sein. Doch die Gefahr einer Fata Morgana nachzurennen ist sehr hoch, besonders dann, wenn man sich in der Wüste nicht auskennt.

Sofern man in Fremdwährungsanleihen investieren möchte, ist es am sinnvollsten, breit diversifizierte Fonds auszuwählen, die im Verhältnis Ertrag zu Risiko gute Kennzahlen aufweisen.

Bei Direktinvestments in Anleihen sollte man jede ausgewählte Währung inklusive der volkswirtschaftlichen Erwartungen dieses Landes genau analysieren. Zudem sollte man das emittierende Unternehmen, deren Anleihen man kaufen möchte, durchleuchten. Schließlich sollen Währungs- und Bonitätsrisiken minimiert werden. Darüber hinaus ist es unabdingbar in mehrere verschiedene Währungen und Emittenten zu investieren. Das Sprichwort „nicht alle Eier in einem Korb legen“ ist in diesem Investmentsegment besonders wichtig.

Privatanleger sollten bei Derivaten besonders vorsichtig sein

Derivate sollten von Privatanleger eher gemieden werden. Nicht nur, dass die Märkte hochkomplex und deren Takt von institutionellen Anlegern nach deren „Regeln“ bestimmt wird, allein schon die exakte Berechnung der Call- und Put-Positionen als Absicherung ist schwierig. Richtig angewendet bieten sie dagegen gerade Unternehmern, die mit Fremdwährungen arbeiten müssen, eine gute Möglichkeit, ihren Unternehmenserfolg währungstechnisch zu sichern.

Egal welchen Weg man wählt, sollte man bedenken: Das Spekulieren in Fremdwährung ist eine Ergänzung jedoch keine Kernanlage. Maximal bis zu 50 Prozent des Vermögens sollten vom Kursverlauf von Währungen bestimmt sein. Die Höhe des Prozentsatzes hängt davon ab, welche Rückschläge beim Vermögen Sie faktisch und auch mental verkraften können. Denn der Tanz als Wüstenfloh mit Kamelen braucht starke Nerven.

Schlagworte zum Thema:  Fremdwährung, Geldanlage

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