20.01.2015 | Top-Thema CFO und CPO: Effiziente Zusammenarbeit von Finanzabteilung und Einkauf

Potenziale noch nicht erschöpft

Kapitel
Im Einkauf stecken noch viele Potenziale.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das letzte Kapitel des Top-Themas zeigt, dass die Potenziale des Einkaufs noch lange nicht erschöpft sind und es viel Luft nach oben gibt.

Dies zeigen die Ergebnisse des aktuellen, im September veröffentlichten BME-Kennzahlen-Reports. Für die Auswertung 2014 hatten rund 220 Unternehmen ihre internen Daten zur Verfügung gestellt. Die Kennzahlen erlauben einen Vergleich mit Firmen derselben Branchengruppe beziehungsweise Umsatzgröße. Die teilnehmenden Betriebe nutzen das externe Benchmarking, um den Stellenwert ihres Einkaufs zu stärken und seinen Wertbeitrag zu erhöhen. Laut des Reports haben die meisten Beschaffungsabteilungen zwar ihre Bestellprozesse und Kosten im Griff. Operativ ist der Einkauf stark, er verfügt über das Know-how, Bestellungen gut und günstig abzuwickeln. Was jedoch die Struktur und die Umsetzung der Einkaufsstrategie betrifft, sind die Potenziale noch lange nicht erschöpft.

Bei nahezu allen wichtigen Kennzahlen betragen die Unterschiede zwischen den „Best in Class“ und dem Durchschnitt in der Regel 30 bis 50 Prozent. Beispielhaft wird dies an der Führungskennzahl „Einkaufskosten zum Einkaufsvolumen“ (siehe Tabelle).

Sie zeigt, dass ein Großteil der Einkäufer im operativen Bereich tätig ist und entsprechende Personalkosten verursacht, obwohl es inzwischen weitgehende Möglichkeiten der Automatisierung von Beschaffungsprozessen gibt. In „Best-In-Class-Unternehmen“ setzt der Einkauf nur ein Drittel seiner Manpower für das Tagesgeschäft ein und widmet sich überwiegend strategischen Aufgaben.

Als Stiefkind wird ‒ wie schon in den Jahren zuvor ‒ die Rechnungsprüfung identifiziert. Während die Bearbeitungskosten pro Rechnung im Durchschnitt bei ca. 10 Euro liegen, schlagen sie in Best-in-Class-Unternehmen nur mit ca. 5 Euro zu Buche.

Einkaufskosten im Verhältnis zum Einkaufsvolumen

Quelle: BME-TOP-Kennzahlen im Einkauf 2014

 

Durchschnitt

Best-in-Class Unternehmen

Alle Teilnehmer

1,60 %

 

Metall-Elektro- und Kunststoffindustrie, Maschinenbau

2,01 %

0,66 %

Energie, Versorgung, Ges. öffentl. Rechts

1,33 %

1,06 %

Dienstleister

1,21 %

0,84 %

Chemie-, Bio- und Pharmaindustrie

1,18 %

0,69 %

Kfz-Industrie und Systemzulieferer

1,43 %

1,02 %

Schlagworte zum Thema:  CFO, Beschaffung, Einkauf

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