22.10.2015 | Serie Business-Knigge: Business-Dresscode für Herren

Schwarze oder braune Schuhe zum Anzug?

Serienelemente
Strumpf und Hosenlänge sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass Schienbein und Wade bedeckt bleiben.
Bild: Haufe Online Redaktion

In diesem Teil des Business Knigge dreht sich alles um das Thema Schuhe, Socken, Gürtel und Accessoires bei Männern.

Schuhe, Socken & Gürtel

Auch beim Schuhwerk kann man einiges falsch machen – sei es bei Farben und Material oder in der Kombination der Accessoires. Schuhe sollten sauber und gepflegt sein. Dazu gehört, dass Sie die Absätze und Sohlen erneuern, sobald sie abgelaufen sind. Schuhe sind aus Leder und sollten auch eine Ledersohle habe. Ein Schuh mit Ledersohle hält deutlich länger, wenn Sie ihm Zeit zur Erholung geben. Mindestens 24 Stunden benötigt ein Schuh im Schuhspanner, um sich vom Tragen, von Nässe oder Fußschweiß zu erholen.

Ein typischer Männerschuh im Business ist ein Halbschuh mit Schnürsenkeln. Zu einem Business-Anzug passen fast immer schlichte Derbys (ein Schuh ohne jede Ziernaht), traditionelle Brogues oder ein klassischer Oxford (ein Schuh mit schlichter Zehenkappe). Braune Schuhe sehen zusammen mit einem braunen Gürtel gut zu grauen oder blauen Anzügen aus.Tragen sie aber besser keine braunen Schuhe zu schwarzen Anzügen, wenn Sie kein Stirnrunzeln provozieren wollen.

„No brown after six“ – diese Aussage bezieht sich auf die Schuhe der Herren und sie bedeutet: Sollten Sie morgens schon wissen, dass Sie nach dem Bürotag noch auf eine Veranstaltung gehen, entscheiden Sie sich am besten gleich für schwarze Schuhe zum Anzug. Diese alte Regel sehen wir aber nur dann als zwingend an, wenn es sich um eine feierliche Veranstaltung handelt. Für den Restaurantbesuch oder die Vernissage nach dem Büro mit Kollegen oder Geschäftspartnern gelten lockerere Regeln.

Der Gürtel sollte stets die gleiche Farbe haben wie die Schuhe. Im Optimalfall ist der Gürtel sogar aus exakt demselben Material wie die Schuhe. Eine auffällige Gürtelschließe sieht nur zu Jeans gut aus, zum Anzug sollten Sie eine schlichte Variante wählen. Die Schließe muss nicht das Material von Armbanduhr oder Manschettenknöpfen aufnehmen.

Strumpf und Hosenlänge sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass Schienbein und Wade bedeckt bleiben, wenn Sie die Beine übereinander schlagen. Im Handel gibt es mittlerweile sogenannte Business-Socken, die etwas länger als normale Socken, jedoch kürzer als Kniestrümpfe sind. Mit Kniestrümpfen sind Sie natürlich immer auf der sicheren Seite.

Strümpfe sollten farblich zur Hose oder zu den Schuhen passen. Wenn Sie die Strümpfe passend zur Hose tragen, streckt dies visuell Ihr Bein. Bei dunklen Schuhen zu einem hellen Anzug, sollten die Strümpfe, falls Sie den Farbton der Hose nicht treffen, zu den Schuhen passen. Eine andere Regel besagt, man soll die Strümpfe an das jeweils dunklere Kleidungsstück (Schuhe oder Hose) anpassen. Wenn Sie sich daran halten, machen Sie nichts falsch.

Regel 21: Schuhe sollten gepflegt und sauber sein sowie eine Ledersohle haben. Winterschuhe gehören nicht zu einem klassischen Business-Outfit. Die Socken sind dunkel und im Idealfall Kniestrümpfe. Der Betrachter soll nicht durch helle Strümpfe oder weiße Waden abgelenkt werden.

Accessoires für Männer

Auch für Männer gilt hier: Weniger ist mehr! Die typischen Accessoires für Männer sind ein bis zwei Ringe, Brille, Armbanduhr, Manschettenknöpfe, Einstecktuch und die Krawatte. Wenn Sie auf Halsketten oder Armbänder nicht verzichten wollen, sollten diese im Business so getragen werden, dass sie nicht sichtbar sind. Dies gilt vor allem für persönliche Markenzeichen wie Tattoos oder Piercings, wenn Sie einen Anzug tragen. Allein schon die Tatsache, dass die Kunden anfangen über das nachzudenken, was sie sehen, ist kein gutes Zeichen. So wenig Ablenkung wie möglich ist die Devise! Ein ganz besonderes Augenmerk sollten Herren auf ihre Armbanduhr richten. Bitte tragen Sie Sportuhren mit Gummiarmband und wuchtigem Gehäuse ausschließlich zu entsprechenden Anlässen – nämlich zum Sport. Im Berufsleben haben diese Uhren nichts zu suchen, auch wenn es ein wunderbarer Anlass sein könnte, einen Small Talk zu starten. Eine Uhr sollte unter die Hemdmanschette passen und nicht schwer am Armgelenk prangern. Denn mit Uhren verhält es sich wie mit Autos: Sie dürfen nicht zu protzig sein.

Einstecktuch und die Manschettenknöpfe sind kein Muss, aber auch nicht verboten. Wenn Sie sich für Manschettenknöpfe entscheiden, dann bitte nur zu Hemden mit Doppelmanschetten, die umgeklappt werden. Zu einer einfachen Sportmanschette tragen Sie bitte niemals Manschettenknöpfe. Das Material muss nicht der Armbanduhr angepasst werden. Verzichten sollte man jedoch auf „lustige“ Motiv-Varianten. Sehr hochwertige Knöpfe mit Diamanten gehören nur zur Abendgarderobe. Die kleinen Stoffknoten, die man teilweise noch im Handel kaufen kann, dienten ursprünglich als Platzhalter beim Hemdenkauf. Und da sollten sie auch bleiben.

Dasselbe gilt auch für das Einstecktuch. Sie können es tragen, egal ob Ihr Vorgesetzter es tut oder nicht. Achten Sie aber darauf, dass das Einstecktuch nicht das gleiche Muster hat wie die Krawatte. Ein gewisses Fingerspitzengefühl benötigen Sie bei beiden Accessoires, wenn Sie Kundenkontakt haben. Beachten Sie wieder, dass Ihr Outfit so sein sollte, dass es Ihrem Gegenüber möglichst wenig Anlass gibt, sich Gedanken darüber zu machen. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihr Niveau nach unten anpassen müssen Tragen Sie nur nicht zu dick auf, wenn Ihr Kunde „einfacher“ gekleidet ist.

Regel Nr. 22: Bei Herren-Accessoires gilt: Weniger ist mehr! Das heißt: Eine Uhr und ein bis zwei Ringe sind genug für Herren. Tattoos, Pearcings, Ketten oder Armbänder bitte so tragen, dass sie nicht sichtbar sind. Einstecktücher und Manschettenknöpfe dürfen sein, müssen aber nicht. Und: Uhren sollten nicht zu protzig sein und unter der Hemdmanschette verschwinden.

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