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Arbeitslohn von A bis Z: Werbungskostenersatz

Teil 22: Ersatz für Aufwendungen, die bei der Steuererklärung des Mitarbeiters Werbungskosten darstellen, sind als steuerpflichtiger Arbeitslohn grundsätzlich der Lohnsteuer zu unterwerfen.

Ausnahmsweise zulässig ist der steuerfreie Ersatz von

  • Reisekosten,
  • Umzugskosten,
  • Mehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung,
  • Arbeitskleidung und
  • Arbeitsmitteln.

Die Umwandlung steuerpflichtiger Teile des Gehalts in steuerfreie Teile (Gehalts-/Lohnumwandlung) wird bei tatsächlicher Durchführung der Vereinbarungen grundsätzlich anerkannt.

Die Rechtsprechung hat die Zulässigkeit von Lohnumwandlungen vom jeweiligen Wortlaut der Begünstigungsnorm sowie deren Sinn und Zweck abhängig gemacht. So können z. B. Vergütungen zur Erstattung von Reisekosten nach § 3 Nr. 16 EStG steuerfrei sein, wenn sie der Arbeitgeber aus umgewandeltem Arbeitslohn zahlt. Voraussetzung ist jedoch, dass Arbeitgeber und Mitarbeiter die Lohnumwandlung vor der Entstehung des Vergütungsanspruchs vereinbaren. Es genügt also nicht, dass der Arbeitgeber lediglich aus dem Arbeitslohn Teile herausrechnet und als steuerfrei behandelt.

Praxistipp:

Mangels Bereicherung sind Beträge kein Arbeitslohn, die der Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber erhält, um sie für diesen auszugeben (durchlaufende Gelder). Das Gleiche gilt für Beträge, durch die Auslagen des Arbeitnehmers für den Arbeitgeber ersetzt werden (Auslagenersatz).

Schlagworte zum Thema:  Reisekosten

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