Kapitel 4: Rechnungslegungs... / dd) Verrechnungsverbot (offsetting rule)
 

Tz. 152

IAS 1.32 enthält den Grundsatz des Verrechnungsverbots. Vermögenswerte und Schulden sowie Erträge und Aufwendungen dürfen nicht saldiert werden, solange dies kein speziellerer Standard erlaubt. Dieser Grundsatz wird in IAS 1.33 begründet mit der Regelvermutung, dass Saldierungen den Informationswert des Jahresabschlusses für die Adressaten mindern. Dieser Standard regelt aber zugleich eine Ausnahme vom Saldierungsverbot für den Fall, in dem die Saldierung den wirtschaftlichen Gehalt eines Geschäftsvorfalls oder eines sonstigen Ereignis­ses widerspiegelt.[408] Keine Saldierungen stellen buchungstechnisch durch Abzüge umgesetzte Bewertungsabschläge dar.[409]

Über IAS 1.33 hinausgehende Ausnahmen vom Saldierungsverbot enthalten IAS 1.34 durch einen Verweis auf IAS 1.18 sowie IAS 2.34, IAS 11.42–.44, IAS 12.71, IAS 12.74, IAS 19.54, IAS 19.116–.117 sowie IAS 32.42–.50.[410]

[408] Zülch/Fischer, in: MüKo-BilR, IAS 1 Rn. 59.
[409] Zülch/Fischer, in: MüKo-BilR, IAS 1 Rn. 60.
[410] ADS-Int., Abschnitt 1 Rn. 130; Zülch/Fischer, in: MüKo-BilR, IAS 1 Rn. 62.

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