Kapitel 4: Rechnungslegungs... / aa) Verwirklichung der Vergleichbarkeit durch Darstellungs- und Methodenstetigkeit (consistency of presentation)
 

Tz. 149

IAS 1.45 formuliert den Grundsatz der Stetigkeit für die Darstellung und die Gliederung des Jahresabschlusses und regelt, ergänzt durch IAS 1.46, die Ausnahmen von diesem Grund­satz. Über die dort geregelten Ausnahmen hinaus ergeben sich Durchbrechungen aus den Grund­sätzen der Verständlichkeit und Relevanz. Deshalb müssen Posten, die zu Leerposten werden, nicht beibehalten werden.[402]

IAS 8.13 regelt, konkretisiert durch eine Beschreibung des Zwecks in IAS 8.15 verbindlich die Zielsetzung von IASC F.40 (1989) und IASB CF.QC20–25 (2010), die Vergleichbarkeit des Jahres­abschlusses durch Beibe­hal­tung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Rech­nungs­le­gungs­methoden) zu gewähr­leisten. Eine Änderung der Methoden ist nach IAS 8.14 nur zulässig, wenn dies ein Standard vorschreibt oder dadurch eine qualitative Verbes­serung der Darstellung eintritt. IAS 8.16 stellt klar, dass die erstmalige Anwendung neuer Metho­den auf neue Geschäftsvorfälle keine Än­derung darstellt. Ebenfalls keine freiwillige Änderung stellt die vorzeitige Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards dar.[403] Geän­derte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind retrospektiv auf die Vorjahreswerte anzuwenden.[404]

[402] Zülch/Fischer, in: MüKo-BilR, IAS 1 Rn. 54.
[403] Zülch/Wilms, in: MüKo-BilR, IAS 8 Rn. 30.
[404] Zülch/Wilms, in: MüKo-BilR, IAS 8 Rn. 33.

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