Kapitel 14: Konzernabschlus... / II. IFRS
 

Tz. 517

Den Bestimmungen des IFRS 10.B86(c) folgend ist eine Saldierung konzerninterner Erträge mit den korrespondierenden Aufwendungen erforderlich. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erstreckt sich dabei neben der Gesamtergebnisrechnung bzw. einer evtl. gesondert erstellten GuV auch auf sämtliche in diesem Kontext relevanten Anhangangaben.[698]

 

BEISPIEL

Aufwands- und Ertragskonsolidierung[699]

Die Einheit X liefert zehn produzierte Erzeugnisse ohne zusätzlichen Gewinnaufschlag an die Einheit Y. Eine Weiterveräußerung hat bis zum Bilanzstichtag noch nicht stattgefunden. Somit erfolgt eine Konsolidierung des konzerninternen Umsatzes gegen das Ertragskonto "Bestandserhöhung Erzeugnisse" und nicht gegen Aufwand.

 

Tz. 518

Stehen sich die Posten in den Abschlüssen der jeweiligen Konzernunternehmen in identischer Höhe gegenüber, gestaltet sich die Aufwands- und Ertragskonsolidierung unproblematisch. Aufrechnungsdifferenzen ergeben sich in diesem Falle nicht. Bei voneinander abweichenden Beträgen kann es zur Entstehung von stichtagsbezogenen sowie unechten Aufrechnungsdifferenzen kommen. Echte Aufrechnungsdifferenzen entstehen derweil nicht, da eine eigenständige Bewertung erbrachter Aufwendungen und Erträge unterbleibt. Die Behandlung der entstehenden Aufrechnungsdifferenzen entspricht derjenigen bei der Schuldenkonsolidierung.[700]

[698] Senger/Diersch, in: Beck IFRS-Hdb., § 35 Rn. 100; Lüdenbach/Hoffmann/Freiberg, IFRS, § 32 Rn. 139.
[699] Lüdenbach/Hoffmann/Freiberg, IFRS, § 32 Rn. 140.
[700] Senger/Diersch, in: Beck IFRS-Hdb., § 35 Rn. 102.

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