Kapitel 14: Konzernabschlus... / cc) Behandlung von Zwischenergebnissen

cc1) Zwischenergebnisse in der Entstehungsperiode

 

Tz. 495

Aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr entstandene Zwischengewinne führen zu einer Verringerung des Wertansatzes der jeweiligen Vermögenswerte, während Zwischenverluste eine Erhöhung des Wertansatzes zur Folge haben. Als Posten der Konzern-GuV, bei denen der Gewinn bzw. Verlust des leistenden Unternehmens eliminiert wird, sind hauptsächlich die "Umsatzerlöse" und die "sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen" betroffen. Sofern die Zwischenergebnisse zudem aus Konzernsicht nicht aktivierungsfähige Kosten umfassen, sind je nach Organisation der Aufwands- und Ertragskonsolidierung üblicherweise weitere Posten betroffen. Hierbei handelt es sich etwa um die Posten "Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen" oder "andere aktivierte Eigenleistungen".[677]

[677] Winkeljohann/Schellhorn, in: BeckBilKo, § 304 HGB Rn. 50; weiterführend zur Technik der Zwischenergebniseliminierung im Entstehungsjahr Senger, in: MüKo-BilR, § 304 HGB Rn. 65; Kessler/Kihm, in: Bertram u. a., HGB, § 304 HGB Rn. 1.

cc2) Zwischenergebnisse in den Folgeperioden

 

Tz. 496

Aus Vorjahren resultierende Zwischenergebniseliminierungen sind in der Konzernbilanz in einem Ausgleichsposten im Eigenkapital – d. h. im Ergebnisvortrag oder in den Gewinnrücklagen – einzustellen, sofern diese nicht in der Konzern-GuV im Zuge von Verkäufen an konzernexterne Dritte aufzulösen oder bei den Vermögensgegenständen des Anlagevermögens fortzuführen sind.[678]

Sind Zwischenergebnisse aus Vermögensgegenständen des Anlagevermögens zu eliminieren, ist in den Folgejahren eine GuV-wirksame Korrektur der in den Jahresabschlüssen von einbezogenen Tochterunternehmen zu hoch bzw. zu niedrig ausgewiesenen Abschreibungen vorzunehmen, bis diese Vermögensgegenstände sowie die entsprechend vorzutragenden Ausgleichsposten in einem der folgenden Jahre in voller Höhe abgeschrieben bzw. aufgelöst sind. Bei der Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sind lediglich die Veränderungen zwischen den im Vorjahr sowie den im Geschäftsjahr herauszurechnenden Zwischenergebnissen GuV-wirksam.[679]

[678] Winkeljohann/Schellhorn, in: BeckBilKo, § 304 HGB Rn. 51.
[679] Winkeljohann/Schellhorn, in: BeckBilKo, § 304 HGB Rn. 52 f.; weiterführend zur Technik der Zwischenergebniseliminierung in den Folgejahren Senger, in: MüKo-BilR, § 304 HGB Rn. 66–69.

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