Kapitel 14: Konzernabschlus... / aa2) Konzernanschaffungskosten
 

Tz. 486

Durch die Höhe der Konzernanschaffungs- und -herstellungskosten wird festgelegt, welche Zwischenergebnisse eliminierungsfähig bzw. -pflichtig sind.[664]

 

Tz. 487

Für die Bestimmung der Konzernanschaffungskosten ist § 255 Abs. 1 HGB beachtlich. Die Ermittlung von Konzernanschaffungskosten ist insbesondere für von Dritten bezogene, an ein Konzernunternehmen ohne Bearbeitung weiterveräußerte und dort noch immer im Bestand befindliche Sachanlagen, Rohstoffe und Waren erforderlich.[665]

Bei der Bestimmung der Konzernanschaffungskosten dürfen weiterbelastete Kosten – z. B. Lager-, Zins- und Vertriebsgemeinkosten – nicht als Anschaffungsnebenkosten angesetzt werden. Ebenso nicht anzusetzen sind bspw. im Zuge konzerninterner Grundstücksveräußerungen entstehende Transaktionskosten, zu denen bspw. Grunderwerbssteuer oder Notarkosten zählen. Aktivierungsfähig sind demgegenüber für konzerninterne Transporte anfallende Kosten, sofern diese zur Erlangung der Betriebsbereitschaft dienen.[666]

[664] Schmidt, in: Petersen u. a., BilanzR, § 304 HGB Rn. 13; Kessler/Kihm, in: Bertram u. a., HGB, § 304 HGB Rn. 1.
[665] Winkeljohann/Schellhorn, in: BeckBilKo, § 304 HGB Rn. 11.
[666] Schmidt, in: Petersen u. a., BilanzR, § 304 HGB Rn. 14; ausführlich zur Einbeziehung von Transaktionskosten in die Konzern-Anschaffungskosten Hoffmann/Lüdenbach, HGB, § 304 HGB Rn. 10–14.

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