Kapitel 11: Kapitalflussrec... / b) Entstehungsgeschichte
 

Tz. 107

Bereits Anfang der achtziger Jahre wurde eine erste Version des Vorgängerstandards zu IFRS 8 als Entwurf veröffentlicht und herausgegeben. IAS 14 sollte die Grundsätze zur Darstellung von Finanzinformationen gegliedert nach Produkten/Dienstleistungen und Regionen festlegen. Der Standard sah neben einer sektoralen ebenfalls eine geographische Gliederung vor. Andere Segmentierungen wurden durch den Standard verworfen. Nach mehrmaliger Änderung von IAS 14 ging mit IFRS 8 als Nachfolgestandard ein vollständiger Paradigmenwechsel in der Darstellung einher. Die Art der Segmentberichterstattung wird demnach offen gelassen, da sich IFRS 8 stärker an den realen Berichtsgegebenheiten orientiert. Dies trug vor allen Dingen der damals herrschenden Kritik Rechnung, da eine künstliche Zerlegung des Unternehmens in Produkte und Regionen unabhängig von der Unternehmensstruktur nicht die reale Informationslage widerspiegelte und damit den Bilanzadressaten nur unzureichend informierte (IFRS 8.BC5).

 

Tz. 108

Mit IFRS 8 wurden im Jahr 2009 die vorhergehenden Regelungen des IAS 14 ersetzt. Die Änderungen gehen aus der Initiative zur Harmonisierung der Rechnungslegungsstandards von IFRS und US-GAAP hervor, die der IASB bereits im Jahre 2002 zu seiner Agenda hinzugefügt hatte (IFRS 8.BC2). Im Zuge der angestrebten Konvergenz der Standardsetzer hat der IASB die Regelungen des korrespondierenden damaligen US-Standards (SFAS 131) weitestgehend übernommen. Der IASB war der Überzeugung mit der Übernahme der US-GAAP-Regelungen eine Verbesserung der Qualität der finanziellen Berichterstattung zu erreichen.

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