Küting/Weber, Handbuch der ... / o) Vorschriften zu einzelnen Posten der GuV (§ 277 HGB)
 

Rn. 309

Stand: EL 20 – ET: 05/2015

Mit der Änderung des § 277 Abs. 1 HGB-E wird die Definition der handelsrechtl. UE an die Vorgaben der EU-Richtlinie angepasst. In Zukunft sind auch Erzeugnisse, Waren und Dienstleistungen einzubeziehen, die nicht für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der KapG typisch sind. Dies bedeutet, dass die Differenzierung von Erzeugnissen, Waren oder Dienstleistungen hinsichtlich der Beurteilung, ob diese typisch für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der KapG sind, damit künftig entfällt. Als UE sind auszuweisen alle Erlöse aus dem Verkauf, der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die auf die Erlöse entfallende Umsatzsteuer, Erlösschmälerungen oder direkt mit dem Umsatz verbundene Steuern sind zum Abzug zu bringen.

 

Rn. 310

Stand: EL 20 – ET: 05/2015

Nach § 277 Abs. 4 HGB-E entfällt die gesonderte Erläuterung zu den außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen im früheren § 277 Abs. 4 Satz 1 infolge des Wegfalls der gesonderten Angabe des außerordentlichen Ergebnisses in der GuV (infolge der Änderung des § 275 HGB-E). Die Erläuterungspflicht findet sich nun explizit in § 285 Nr. 31 HGB-E. Gesondert angabepflichtig sind künftig nach § 277 Abs. 4 Satz 2 HGB-E alle Aufwendungen und Erträge, die einem anderen GJ zuzuordnen sind. Bei der Auslegung der Regel sind die Größe und die Bedeutung des Ertrags bzw. des Aufwands zu berücksichtigen. Die Angabepflicht ist in § 285 Nr. 32 HGB-E geregelt.

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