Küting/Weber, Handbuch der ... / m) GuV – Gliederung (§ 275 HGB)
 

Rn. 307

Stand: EL 20 – ET: 05/2015

Im Rahmen des BilRUG wird mit der Änderung des § 275 Abs. 2 und 3 HGB-E, die Gliederung der handelsrechtl. GuV angepasst. Aufgrund des Wegfalls des außerordentlichen Ergebnisses in der GuV und der nunmehr nur noch im Anh. erfolgenden Erläuterung (siehe dazu auch die Neuregelung nach § 285 Nr. 30 HGB-E) ist die GuV-Gliederung sowohl für das GKV (Gesamtkostenverfahren) als auch das UKV (Umsatzkostenverfahren) anzupassen. Insoweit handelt es sich bei der Änderung um eine Verkürzung der bisherigen handelsrechtl. GuV-Gliederung infolge des Wegfalls des gesonderten Ausweises des außerordentlichen Ergebnisses. Künftig dürfen außerordentliche Aufwendungen und Erträge nicht mehr gesondert in der GuV ausgewiesen werden. Sie sind künftig zwingend im Anh. anzugeben (vgl. § 285 Nr. 31 HGB-E).

Auf Grund des Wegfalls der außerordentlichen Aufwendungen und Erträge in der GuV erfolgt eine Klarstellung im EGHGB (Art. 2 des Regierungsentwurfs, Abs. 5): Aufwendungen aus der Anwendung von Art. 67 EGHGB (Anpassungsbeträge aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen beim Übergang auf das BilMoG) sind künftig innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und Absatz 2 EGHGB" oder als sonstige betriebliche Erträge unter der Position "Erträge nach Artikel 67 Absatz 1 und Absatz 2 EGHGB" gesondert auszuweisen. In der Praxis betrifft dies im Besonderen die noch nicht zugeführten BilMoG-Anpassungsbeträge zu den Pensionsrückstellungen, die künftig (ab 2016) im sonstigen betrieblichen Aufwand auszuweisen sind.

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