Küting/Weber, Handbuch der ... / III. Haftungsverhältnisse in den Jahresabschlüssen Dritter
 

Rn. 13

Stand: EL 10 – ET: 02/2011

Die gesetzl. Vorschriften und die folgende Kommentierung beziehen sich auf die RL aus der Sicht des Verpflichteten aus einem Haftungsverhältnis (vgl. Ellrott, in: Beck Bil-Komm. 2010, § 251, Rn. 2). Zunächst soll hier aber die Behandlung von Haftungsverhältnissen in den JA der anderen an solchen Rechtsgeschäften Beteiligten (Begünstigten) skizziert werden.

Haftungsverhältnisse sind aus der Sicht eines Sicherungsnehmers im Regelfall Sicherungen eigener Forderungen, die in seiner Bilanz lediglich bei der Bewertung der Forderungen (Beurteilung der Werthaltigkeit) zu berücksichtigen sind (vgl. Karrenbauer, HdR-E, HGB § 253, Rn. 59). Eventualforderungen eines Garantienehmers hinsichtlich möglicher Leistungen des Garantiegebers, die sich nicht auf bestehende Forderungen beziehen, oder Eventualforderungen eines Sicherungsnehmers aus Verpflichtungen eines Dritten für noch nicht realisierte (künftige, bedingte) Ansprüche des Sicherungsnehmers wirken sich wie andere unrealisierte Forderungen auf dessen JA nur ausnahmsweise aus, z. B. bei der Bewertung von Drohverlustrückstellungen (vgl. hierzu HFA 2000, Rn. 25 f.).

 

Rn. 14

Stand: EL 10 – ET: 02/2011

Im JA eines Hauptschuldners werden durch Dritte gesicherte Schulden ohne weitere Angaben wie ungesicherte Verbindl. passiviert, da durch die Passivierung bereits das volle Risiko des Hauptschuldners gezeigt wird. Im Falle einer Inanspruchnahme des Sicherungsgebers durch den Gläubiger der Hauptschuld und damit evtl. entstehender Rückgriffsansprüche gegen den ausgefallenen Hauptschuldner muss aber in dessen Bilanz ggf. eine Umgliederung erfolgen (z. B. von ›Verbindl. gegenüber Kreditinstituten‹ in ›Verbindl. gegenüber verbundenen UN‹).

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