Küting/Weber, Handbuch der ... / II. Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz – VorstOG
 

Rn. 141

Stand: EL 01 – ET: 09/2005

Bisher forderte der DCGK auf der Basis einer freiwilligen Selbstverpflichtung die Offenlegung der Vorstandsgehälter in individualisierter Form (vgl. Schamburg-Dickstein, HdR-E, Kap 8, Rn. 164 ff.). Da dieser Verpflichtung nur die wenigsten UN nachkamen, verlangt das VorstOG von börsennotierten AG, die auf jedes Vorstandsmitglied entfallende Vergütung individualisiert und für den Aktionär nachvollziehbar offen zu legen. Diese Forderung basiert auf der Annahme, dass der Aktionär als Eigenkapitalgeber das Recht auf diese Information hat, da nur mit dieser Angabe nachvollzogen werden kann, ob die Bezüge gem. § 87 Abs. 1 AktG in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben des Vorstandsmitglieds und der Lage der Gesellschaft stehen (vgl. BT-Drucks. 15/5577, S. 5). Der Offenlegungsverpflichtung kann im Anh. zum JA bzw. zum KA oder alternativ in einem gesonderten Teil des Lageberichts nachgekommen werden. Gem. § 286 Abs. 5 hat die HV das Recht, mit einer Mehrheit von mind. 75 v. H. der Stimmrechte das UN fünf Jahre lang von dieser Offenlegungspflicht zu befreien.

Das VorstOG wurde ebenso wie das UMAG am 08.07.2005 vom Bundesrat verabschiedet (vgl. BR-Drucks. 451/05).

 

Rn. 142-150

Stand: EL 04 – ET: 11/2009

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