Küting/Weber, Handbuch der ... / II. Die Ziele der Gesetzesneuerungen
 

Rn. 286

Stand: EL 20 – ET: 05/2015

Das BilRUG setzt die Vorgaben der EU (Richtlinie 2013/34/EU) zur Zusammenfassung der bislang getrennten Richtlinien zur RL im EA und KA (bislang 4. und 7. EG-Richtlinie) um (vgl. Oser, P./Orth, C./Wirtz, H. 2014, S. 1877 ff.; Kolb, S./Roß, N. 2014, S. 1089 ff.). Die EU hat den Rahmen für die RL überarbeitet und einzelne Vorgaben an die RL weiter harmonisiert. Diese Vorgaben sind bis zum 20.07.2015 in deutsches Recht umzusetzen. Darüber hinaus sieht der Reg-E neben einzelnen redaktionellen Änderungen weitere Gesetzesanpassungen vor, die im Wesentlichen das HR betreffen. Hierbei spricht der Reg-E davon, dass die über die verpflichtend umzusetzenden Änderungen hinausgehenden Modifikationen des HGB in nur sehr geringem Umfang vorgenommen wurden (vgl. Velte, P./Haaker, A. 2014, S. 204 ff.; Arbeitskreis Bilanzrecht Hochschullehrer Rechtswissenschaft 2014, S. 2731 ff.) und es sich bei diesen Änderungen im Wesentlichen um einzelne Präzisierungen der bestehenden Regelungen und Vorschriften handelt, um die Anwendbarkeit der Vorschriften zu erleichtern und die Vergleichbarkeit der RL insgesamt zu erhöhen (vgl. Zwirner, C. 2014d, S. 688 ff.). Mit Änderungen an zahlreichen Gesetzen und mehr als 200 Detailänderungen im HGB an rd. 80 Paragraphen stellt der vorliegende Reg-E zum BilRUG eine umfassende Anpassung des HGB dar, wenngleich zahlreiche Änderungen redaktioneller Natur sein mögen (vgl. Lüdenbach, N./Freiberg, J. 2014, S. 2219 ff.). Im Ergebnis geht das BilRUG über eine reine Rechnungslegungsreform hinaus (vgl. Zwirner, C. 2015, S. 375 ff.).

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