Küting/Weber, Handbuch der ... / II. Die Ziele der Gesetzesneuerungen
 

Rn. 258

Stand: EL 16 – ET: 05/2013

Während bestimmte Einzelkaufleute im Rahmen des BilMoG durch die Einführung des § 241a von der Pflicht zur Bufü und der Pflicht zur Aufstellung von JA befreit wurden, sahen (bzw. sehen) sich Kleinst-UN in der Rechtsform einer KapG oder einer PersG ohne eine natürliche Person als vollhaftender Gesellschafter mit umfangreicheren RL- und Offenlegungsvorschriften konfrontiert. An diese imparitätische Behandlung knüpft das MicroBilG an, mit dem formulierten Ziel "die Vorgaben für die Rechnungslegung für Kleinstbetriebe, die in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft organisiert sind maßvoll … (abzuschwächen, d.Verf.), ohne die berechtigten Informationsinteressen zurück(zu)stellen" (BT-Drucks. 17/11292, S. 12). Ferner kann als Hintergrund der Erleichterungen im Rahmen des MicroBilG auch die Bestrebung des Gesetzgebers gesehen werden, das Schutzinteresse kleiner UN zu wahren, um einen möglichen Einblick in die Verhältnisse der Gesellschafter oder Kalkulationsgrundlagen von Kleinst-UN und daraus resultierende potenzielle Wettbewerbsnachteile zu verhindern (vgl. hierzu mit Blick auf kleine KapG ­Haller/Hütten/Blab, HdR-E, § 326, Rn. 1).

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